Von der Schöpfung.
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daß sie mich ergreiffen und fassen kann, will ihr meinen Sohn ge-ben, und also geben, daß er für sie zum Opsser, zur Sünde und zumFluch werde, mir, dem Vater, gehorsam sey, bis in Tod des Creutzes.Das Heisset ja klein werden und begreisslich; aber wo findet man, diees annehmen und glauben?
Unser Herr Gott thut, wie wir, er stellet sich, als wollte erlassen regnen, und thut es nicht; wir stellen uns, als wollten wirfromm werden, und thun es doch auch nicht.
on der Schöpfung.
Ehe ein Mensch recht verstehen lernet das erste Wortlein im Mose:Im Anfang schuf Gott Himmel und Erden, so ist er todt; wenn ertausend Jahre lebte, so würde ers doch nicht auslernen. Aber dieWelt hat ihres Schöpffers und aller seiner unaussprechlichen Gna-den und Wohlthalen so gar vergessen, daß er auch mußte seinen ein-gebornen Sohn in die Welt senden, daß er sie erinnerte derselbigenGnade und Wohlthat, so er ihr erzeiget hat, nicht allein in dem, daßer alle Dinge geschassen, sondern auch, daß er seinen eingebornenSohn für sie gegeben hat.
Moses schreibet nichts von der Schöpffung der Engel, erstlichdarum, denn er beschreibet allein die Schöpffung der sichtbaren Weltund Ereaturen, die darinnen sind, zum andern, er uns hat nichtwollen Ursache geben zu speculiren von unnöthigen Sachen. Gleich-wol gedenckt er der Engel in der Historie Abrahams und Loths,1- Mos. 18. und 19, 1., wie auch sonst die Schrift hin und wiedervon den Engeln redet.
Darum hat Gott Recht gethan, daß er viele Dinge nicht hatlassen schreiben, sonst hatten wirs in Wind geschlagen und verachtet,das zu lernen und betrachten, das wir jetzt in der Schrift ausge-drückt haben und uns zur Seligkeit dienet, und hatten uns unter-standen zu forschen und ergründen das, so über uns und uns zuhoch ist, deß wir doch nicht waren gebessert worden.
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