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Von den Werken Gottes.
Königreiche? Pfuy dich? und wir wollen ihm nicht vertrauen, deruns doch alles reichlich giebt und schenckt, Laub, Gras, Gold, Silber,Bergwerck, Stein, Lande, Leute und Güter, dazu seinen Sohn zueigen giebt; allein behalt er in demselben vor Leben und Tod. Äberdie Welt erkennet diese taglichen Wohlthaten nicht, Gott überschüttetsie zu hausig damit. Wenn er uns alles seltsames ums Geld gäbe,so würde er reich, und wir mißbrauchtens nicht also.
Man kann in vielen Wercken Gottes nicht Ursache anzeigen,warum sie geschassen sind, sprach v. M. Luther, denn es lieget nichtMacht daran, ob wirs gleich nicht wissen, noch verstehen, Gottwill nicht, daß wir alles wissen sollen, was und warum ers thue;wie er zu Petro sagte, Joh. 13, 36.: Was ich thue, das weissestdu jetzt nicht. An jenem fröhlichen Tage werden wir erst erkennen,wie ers mit uns gemeynet hat; jetzund aber sollen wir es gewißlichdafür halten und glauben, daß ers gut meyne und nicht verderbenwerde.
Ich wollte nicht die ganze Welt nehmen, daß IX. IX., oder sonstsin grosser Herr, nur eine Stunde sollte unser Herr Gott sepn, dennder Satan würde uns alle in einem Augenblick umbringen undvertilgen.
Da v. Martinus von einem jungen Fürsten hart angesprochenund ihm vorgeworfen ward: Warum er doch so hefftig schriebe unddie Leute so hart angrisse? sprach er: Unser Herr Gott muß zuvoreinen guten Platzregen mit einem Donner lassen hergehen, darnachfein mählich lassen regnen, so feuchtets durch. Item: Ein weidenesoder haselnes Rüthlein kann ich mit einem Brodmesser zuschneiden,aber zu einer harten Eiche muß man Barten, Beile und Aexte ha-ben, man kann sie dennoch kaum fällen und spalten.
Die heilige Schrift saget: Forschet nicht nach hohen Dingen,Röm. 12,16., denn alle Wercke Gottes sind unausforschlich, es kannsie keiner aussinnen; allein gläuben muß man sie, mit Vernunftvermag sie niemand verstehen noch ergründen.
Mit der Vernunft kann man nicht fassen noch begreiffen, wasGott oder Schöpffer ist. Und das ist auch die Ursache, daß er ge-dacht : Es ist umsonst, menschliche Vernunft kann mich nicht ergreif-st», ich bin ihr viel zu groß und zu hoch, ich will mich klein machen,