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3 (1827)
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Won den Werken Gottes.

je scharfer Ruche. Ja er lasset den ungehorsamen Knecht wol eineZeitlang ungestrafet hingehen, seinen Muthwillen üben, und stelletsich, als merckte ers nicht, gedenckt aber indeß: Harre, du sollts nichtlange treiben? Wenns denn an seiner Zeit ist, stösset er ihn bloßund nacket zum Hause hinaus.

Auf diese schlechte und einfaltige Weise pflege ich biß Argumentzu solviren, warum Gott verHange, sonderlich über die hohen Heili-gen, als Propheten, Apostel w., daß sie in der Welt Angst undTrübsal müssen leiden, die Gottlosen aber eine lange Zeit in guter iRuhe und Friede, ohn Mangel, Ungemach und Trübsal in allemUeberfluß leben.

Gott hats gerne, ist ihm auch der liebste, angenehmste Dienst,daß er gelobet wird. Er wird aber nicht gelobet, er werde denn zu-vor geliebet. Geliebet wird er nicht, er sey denn milde und thuewohl. Denn aber thut er wohl, wenn er gnadig ist. > Gnadig ister, wenn er Sünde vergiebet. Wer sind sie denn nun, die ihn lie-ben? Das kleine Hauflein der Glaubigen, die solche Gnade erken-nen und wissen, daß sie die Vergebung der Sünden durch Christumhaben. Die Weltkinder bekümmern sich damit nicht, dienen ihremAbgott, dem elenden, schändlichen Mammon; er wird ihnen aberendlich übel lohnen.

Unser Herr Gott gönnet uns gerne, daß wir essen, trincken undfröhlich sind, und aller Creaturen brauchen, denn darum hat er siealle geschaffen. Er will nicht haben, daß wir sollen klagen, er habeuns nicht genug gegeben, er könne unfern armen Madensack nichternähren, noch füllen, allein, daß wir ihn für unfern Gott erkennenund für seine Gaben dancken.

Da Weintrauben, Nüsse, Pfersinge ?c. auf den Tisch nach derMahlzeit gesetzt worden, und alle mit Lust davon assen, sprach er:Was sagt unser Herr Gott droben im Himmel dazu, daß wir alsohier sitzen und seine Güter verzehren? Nun, er hats darum geschaf-fen, daß wir sie brauchen sollen, fordert anders nichts von uns, denndaß wir erkennen, daß es seine Güter sind, und ihrer mit Dancksa-gung gemessen.

Gott hat ein schön, herrlich und sehr starck Kartenspiel, voneitel machtigen, grossen Herren, als Kayser, Königen, Fürsten zc. zu-sammen gelesen; schlägt einen mit dem andern. Davon ich viel Exem-pel erzählen könnte, die allein zu unserer Zeit geschehen sind :c.