Won den Werken Gottes.
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derwerck geschähe, würde sich alle Welt verwundem, wie auch jenethäten und sprachen, Joh. 6, 14.: Dieser ist wahrlich der Prophet,der in die Welt kommen soll. Daß aber Gott taglich, ohn Unterlaßgrosse Wunderwercke thut, sehen und achten fleischliche Hertzen nicht,ja gedencken nicht daran, will geschweige», daß sie sich darüber ver-wundern und dafür danken sollten. Gott der Herr giebt Wasser ausden Felsen, aus dem Sande Brod, Wein, Bier, Butter, Käse, ausder Erden allerley Gewächse und Früchte, Gold, Silber, Erz ?c. Weiler aber dieses alles, ohne Aufhören überflüssig giebet, Halts niemandfür ein Wunderwerck.
Doctor Martinus sagte: die grossesten Wunderwercke Gotteswerden in den allerkleinesten und unachtsamsten Creaturen und Din-gen gesehen, als, an einer reifen Birne oder Apffel, welche, ehe siereif ward, vor einem halben Jahre zuvor ohngefehr zu rechnen, dawar sie tiefer, denn sie lang und groß ist unter der Erden, und saßim äußersten Wipfel der Wurtzel.
Da einer fragte.- Warum Gott viel thate, daß man weder Ur-sache finden, noch verstehen könnte? Ach, sagte v. Martinus, wennwir schon nicht alles, was Gott macht, wissen und verstehen, liegtnicht Macht daran, er will auch nicht, daß wir wissen sotten, was ervor hat. Wie er zu Petro sprach, Joh. 13, 36,: Was ich thue,das weissest du nicht, du wirsts aber hernach (nemlich an jenem fröh-lichen Tage) erfahren. Da werden wir erst recht erkennen, wie treuund freundlich es der liebe Gott mit uns gemeynet hat, wenn gleichUnglück, Angst und Noch vorhanden gewesen. Jndeß sollen wir unsgewiß zu ihm versehen, daß er uns nicht werde verderben lassen, we-der an Leib noch Seel, sondern also mit uns handeln, daß uns alles,es sey gut oder bös, zum besten dienen muß.
Gott könnte bald und leichtlich reich werden, wenn er sich bes-ser vorsähe, und versagete uns seiner Creaturen Brauch. Wenn erjetzt die Sonne aufhielte, daß sie nicht scheinen könnte, ein andermaldie Luft einschlösse, auf eine andere Zeit das Wasser aufhielte, dar-nach das Feuer auslöschte: da würden wir gern alles Geld und an-ders, was wir hätten, heraus geben, daß wir solcher Creaturen wie-der gebrauchen möchten. Weil er aber so mildiglich und häusig unsmit seinen Gaben und Gütern überschüttet, wollen wirs für ein Rechthaben, Trotz ihm, daß ers uns versagen dürfte. Darum verhindertund verfinstert die unaussprechliche^grosse Menge seiner unzähligen
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