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3 (1827)
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Von den Werken Gottes.

und will seine Feinde nicht langer leiden, sondern es räumet sie ausdem Wege.

v. Luther sagte, daß der größte Zorn Gottes sey, wenn er dasWort wegnimmt von einem Ort, oder wenn mans verfälscht undnicht rein lehret, oder wenn ers die Leute lasset verachten. DenGriechen hat er das Wort genommen, da sie es verachteten, undhat ihnen dafür den Türcken und Mahomet gegeben; uns Deutschenund den Wahlen hat er gegeben den Pabst und mit ihm allerleyGreuel, als Verleugnung des Glaubens und das gantze Widerchri-stenthum. Es kann kein größerer Zorn Gottes kommen, denn sei-nes Worts beraubt seyn. Wir sollen lieber alle Plagen, als, Tür-cken und Pestilentz, wünschen, denn daß wir sollten Gottes Wort be-raubt seyn, oder dasselbige unrein und verfälscht haben.

Von den Werken Gottes.

Aoctor Luther sagete: Alle Wercke Gottes sind unausforschlich undunaussprechlich, keine Vernunft kann sie aussinnen, allein der Glaubefasset sie, ohne alle menschliche Kräfte und Zuthun; welches manalsdenn verstehet und erfähret, wenn man allein bedenkt, wozu dasStroh gut und nütze ist.

Die Vernunft kann weder verstehen, noch fassen, wie es zuge-het, daß ein Mensch, der Fleisch und Blut, Hände, Gebein :c., Sinneund Verstand zc. hat, so einen schlechten Ursprung habe, nemlich ausmenschlichem Saamen, item, daß aus einem Kern so ein grosser Baumwächset, aus einem Waizenkörnlein, so in der Erden verfaulet undzunicht wird, zwanzig, dreyßig Körnlein kommen. Darum ist dieWelt voll Gottes Wunderwerke, so ohn Unterlaß geschehen. Weilihrer aber so viel und unzählig sind, dazu gantz und gar gemein,spricht St. Augustinus, achtet man ihr nicht, ja, man gedenckt nichtdaran.

Christus hat einst mit fünf Broden fünf tausend Mann, Weibund Kinder ausgenommen, gespeiset, und da sie alle satt waren, sindzwölf Körbe überblieben und aufgehaben. Wenn jetzt ein solch Wun-