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nichts eingewendet wird, so daß, wenn irgend einer von allen, die-scr für den ächten Rock gehalten werden müßte.
ES ist für uns schwer zu entscheiden, ob beide Erzählungen,die am Ende auf denselben Rock hinauslaufen, sich auch ursprüng-lich auf denselben bezogen. Da diese bestimmte „Tradition" vorhan- !den ist, daß er schon so früh im dritten Jahrhundert in Georgienwar, so scheinen dort zwei Röcke angenommen werden zu müssen,jener und der aus Constantinopel gebrachte, von denen einer in densteten Kriegen jener Völker eben so leicht spurlos verloren gehenkonnte, als der andere von den Persern eroberte zufällig dadurchdaß er seinen Weg nach Rußland fand, gerettet ist. Letzterer be-findet sich noch jetzt in Moskau -»).
Z. 2l.
Der heilige Rock der Türken.
Calvin, un seetairo, gus nous rezrottons «ko inonlionner ennn si pieux mijet d), hatte die Aeußerung fallen lassen, daß auchdie Türken in Constantinopel einen ungenähten Nock Christi besä-ßen, und andere Schriftsteller ihm dieselbe nachgeschrieben. Hr. ManS. 52 und Hr. Gueri» äußern sich darüber sehr zornig. In derThat ist es schwer zu sagen, woher diese Nachricht stamme, undwahrscheinlich liegt ihr eine Verwechslung mit dem heiligen MantelMuhammcds zu Grunde, der für die islamische Welt dieselbe Be-deutung hat, wie die ungenähten Röcke für die christliche. Da Ge-schichte und Cultus beider einige Analogie darbieten, so wird manvielleicht einige Nachrichten von demselben nicht ohne Interesse lesen.
Die Macht der Poesie über ein arabisches Gemüth war sogroß, daß ein einziges lobendes Gedicht eines berühmten Dichters >hinreichte, einen verachteten Mann angesehn, ein tadelndes, einenangesehenen verächtlich zu machen. So unwahrscheinlich die einzel-nen Anekdoten dieser Art uns erscheinen, besonders mit den angeb-lich so wirksamen Gedichten verglichen: die Sache ist unbezweifelt ^und aus der Eigentümlichkeit der Sprache, des Charakters undder gesellschaftlichen Verfassung der Wüstensöhne erklärbar. Gegennichts war daher Muhammed, um so mehr, als er selbst kein son-derlicher Dichter nupn, empfindlicher als gegen satirische Verse, gegen
-») Blasius Reise in Rußland. t844. ll usi.
U) Kuölio i>. 27.