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befahlen sie dcni Archimandritcn des neuen Klosters Joseph und denGeistlichen und Diakonen, den Nock aus dem Palast zu nehmen undbei Kranken herumzutragen. Sic thaten dies unter Absingung vonGebeten, und sogleich wurden allerlei Krankheiten geheilt. Bei derNachricht davon freute» sich der Kaiser und der heilige Patriarch,und ließen ihn im Atrium der Kirche der Verkündigung ausstellen.Von da brachte ihn der Patriarch mit der gesammtcn Geistlichkeitin die Kathedrale der Himmelfahrt (Uspcnsky) Maria, legten ihnin einen goldenen Behälter eingeschlossen auf dem Grabe des Herrnnieder und thciltcn ihn in zwei Theile, von denen der eine in demgoldenen Behälter bleiben und aus der Kirche zu den Kranken ge-tragen werden, der andere aber in einem Kreuze oben (im Kreml)bei dem Kaiser bewahrt werde solle. In der Cathcdralc geschahenviele Heilungen von allerlei Krankheiten bei denjenigen, die mitGlauben dazu kamen. Der Patriarch Filaret befahl dem Metro-politen von Krutitscha, Cyprian, dazu Psalmen und Gebete zu ver-fassen, und das Fest ward auf den Ig. Juli angeordnet."
Daß dieser Nock lange in Georgien gewesen und ihm dortein hohes Alter zugeschrieben ist, geht aus einer Nachricht Klaproths(Reise in den Kaukasus und nach Georgien I Halle und Berlin1812. 8. S. 713) hervor: daß bereits der König Mirian (von265—318) in Mzchetha, der ehemaligen Hauptstadt von Geor-gien eine hölzerne Kirche erbaut habe, in der ein zerrissenes KleidChristi aufbewahrt wurde. Der ungenähte Rock scheint eine ArtPalladium Georgiens gewesen zu sein. Er bildete das Mittelfeldin dem königlichen Wappen von Georgien, das auf die Familie Thei-muraz übergegangen ist und sich abgebildet findet auf dem Titel dergeorgischen Bibelausgabe Moskau 17^2») und im Journal Asia-tiguc von 1832 >>). Hier hat der Rock genau die Form, die wirder Tunica Christi zuschreiben müssen, und in dieser Beziehung kannsich keiner seiner Nebenbuhler neben ihn stellen, so wie er inWun-dcrthaten nach den eben mitgetheiltcn Berichten keinem derselben nach-steht; im zweiten Paragraphen haben wir schon gesehen, wie ge-gen die Tradition von seiner Herkunst von Seiten der Geschichte
!>) Vgl. llvuio. äs. 18S8 ll 4«.
t>1 X, 18S—-188 nach einer Zeichnung im Besitz der Grafen von Saint-Pricst, welche von dem nach Rußland cmigrirten König Wakhtang Vabstammen.