Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
89
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Kleider, die man Christo vor der Kreuzigung abgenommen, aus-drücklich in der Mehrzahl genannt, noch dazu von dem Purpurmantelunterschieden; da deren nun selbst nach Hrn. Marx und den andernApologeten nur zwei waren, die Tunica und das Oberkleid, somuß angenommen werden, daß eben die ungcnähte Tunica gleichfallsin Constantinopel war. Es ist möglich, daß diese entweder mitdem Kleid in Galatien oder mit dem in Sased identisch ist, wasjedoch nicht zu erweisen und kaum zu vermuthen steht.

Wohin diese Tunica später gekommen, dafür haben wir einebestimmte Notiz in einem von EugeniuS, Archimandriten des Ale-xander Ncwsky-Klosters, 1302 zu Petersburg herausgegebene Werke,das in deutscher Uebersetzung unter dem TitelGeorgien oder histo-risches Gemälde von Trusten in politischer kirchlicher und gelehrterHinsicht. Aus dem Russischen übersetzt von Friedr. Schmidt" inRiga und Leipzig 1804. 3. erschien. Hier heißt es S. 89:Beider Eroberung Constantinopels von den Türken im fünfzehnten Jahr-hundert begaben sich einige Griechische Bischöfe und andere Geist-liche von dort nach Grusien. Diese brachten viele Reliquien undHciligthümer nach Grusien, die sich bis jetzt noch daselbst befinden.Unter die Heiligthümer gehört besonders das Gewand des Herrnund Heilandes Jesu Christi. Schah Abbas überschickte dasselbe nach-her dem russischen Zar Michael Theodorowitsch, und es befindet sichbis auf den heutigen Tag ein Theil desselben in der Cathedral-kirche Uspensky auf dem Kreml in Moskwa, ein anderer in derkaiserlichen Hofkirche in St. Petersburg und auch noch etwas davonin dem in dieser Stadt sich befindenden Alexander Newskykloster."

Diese Nachricht durchkreuzt sich mit einer andern, die es umso nöthiger sein wird, hier vollständig herzusetzen, da von dem rus-sischen Buche»), dem sie entnommen ist, keine Uebersetzung cxistirt:

iVloliun est »t vns bktboitti» Oonztantiuopoliu guiim pnKnni: quinja en Imbsutui' pi-ötiosissiinne reliquins Ilomini, is est Mittun asyuiti» kuit lix-itu«, ll.nxslluin uuss kuit lliiKkIIntii», clilninz» ovo-«iuvn, unila kuit iuNutu», curoon spiuen, gun kuit euronittu», ai-u n-U» gunm vice «oe>>ti'i innuikus tulit, vsstimsutn guibus nute eru-veiu «>>ali!»tus kuit, pur» maximn li^ni veueis, «zun ci-ucitixu-,kuit, olnvi, quikus nikixu!, kuit, lintsitinontit i>c»t resurieetioueiniu sei>ulokra inventn sto.

»1 Chronik der vielen Unruhen und der Zerrüttung des MoSkovitische»Reiches durch innere und äußere Feinde und vieler andern Begeben-heiten damaliger Zeit bis zum Auftreten des Czarcn Joann Wasilewitscb,besonders aber der Interregnen nach dem Tode des Czarcn Feodor