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[1] (1844)
Entstehung
Seite
84
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Mabillon. ES befinden sich darunter von Christo folgende:vonseinem Blut, Haar, Nadel, Vorhaut, von seiner Kleidern undallem, waS von ihm, so weit er Mensch war, auf Erden gefun-den werden kann »)." Daß die Documcntc acht find, dafür bürgtMabillonS Name. Zu diesem allem, Christus als MenschenAngehörigen gehört auch nothwendig der ungenähte Rock, dieAbtei muß also auch von diesem wenigstens ein Stück gehabt haben;denn es läßt sich doch nicht so ohne Weiteres annehmen, daß siedie Reliquieohne kanonische Prüfung" anerkannt und sich desstrafwürdigen" Verbrechens, zweifelhafte Reliquien, noch dazu ineiner Urkunde, für gewisse auszugeben, schuldig gemacht habe.Wer das ohne Beweise behaupten wollte, der würde dadurch dasselbeArgument auch gegen den Trierer Rock für gültig erklären, welcherüber Nacht, ohne daß von einer kanonischen Prüfung die Rede ist,man weiß nicht woher, auf einmal da ist.

Ein ähnlicher Fall tritt ein mit einer in dem BenedictinerklosterTournuS an der Saone aufbewahrten Tunica. Die Chronik deödortigen Mönchs Fulco berichtet^) von den Reliquien, welche derAbt Geilo 875 dahin brachte, und erwähnt unter diesen ausdrück-lich und am ersten Platze die Kleider, welche der Herr beinahe vonfeiner Geburt, von seiner Jugend an und namentlich bei der Passiongetragen habe. Wir sind mit Hrn. Marx ff. oben S. 4) einig,daß Christus bei der Passion nur zwei Kleider trug, und da hiervon mehreren die Rede ist, so muß der ungenähte Rock dabei fein.Darauf deutet noch bestimmter der Znsatz hin, daß er die Kleiderbeinahe von seiner Geburt an getragen, eine Vorstellung, die wirschon kennen und die eben nur von dem ungcnähten Rock vorkommt,so daß also auch dieser mit vollem Rechte verlangen darf, in dieReihe aufgenommen zu werden.

Der

K. 18.

»eilige ungenähte Rock zu Cöln.

Noch im vorigen Jahrhundert befand sich in dem Karthäuser-kloster St. Barbara in Cöln der ungenähte Rock Christi, den dasblutflüssige Weib berührte. Cölner Frauen, die an ähnlichem Uebel

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