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ganzen Streit bleibt nur das bestehen, daß sich in derselben Stadtzwei ungcnähte Röcke Christi befinden, die mit ganz gleichen Grün-den sich beide ihrer Aechthcit rühmen können.
8- 17.
Die heiligen ungenähten Röcke zn Gent, Flines,Corbie und Tour uns.
In dem Benedictincrkloster St. Peter auf dem Blandinbergbei Gent befand sich ebenfalls früh ein Theil des ungenähten Nockes.Dies berichtet eine von Mabillon herausgegebene und nach demUrtheil dieses großen Kenners nicht später als 1100 abgefaßte Ge-schichte einer NeliquientranSlation »). Er ward 1014 mit den Kör-pern mehrerer Heiligen dahin gebracht, und die genannte Schriftzählt unter andern Reliquien von Christo auch dies Stück „vonder ungenähten Tnnica Christi" auf. Die Körper der trans-ferirten Heiligen waren 858 nach Bonlogne und bereits 704 auseiner Kirche zu Terouanne (im jetzigen Departement Pas de Calais)in eine andere gebracht worden; möglich, daß schon damals die an-deren Reliquien und diese Partikel des Nockes sie begleiteten, jeden-falls reichen dieselben bis in das elfte Jahrhundert hinauf.
Nach dem gewiß sehr zuverlässigen und das Studium beloh-nenden Werke des Pater A. Rayß, in welchem er mit größestemFlciße die sämmtlichen Reliquien Belgiens aufzählt, besaß daöCistercicnsernonnenklostcr Flines eine silberne Taube, in welchermehrere Reliquien Christi und unter diesen ein Theil der Tunicaaufbewahrt wurden d).
Ebenso muß sich in dem berühmten Benedictincrkloster Corbiein Frankreich ein Stück deö ungenähten Rockes befunden haben.Karl der Große hatte dahin einen Reliquienbehälter geschenkt, dernach einigen Jahrhunderten, nachdem auch hier das Wunder derErblindung eines vorwitzigen Mönchs nicht ausgeblieben, durch ei-nen gottseligen Mann eröffnet wurde. Protokolle über zwei solche Er-öffnungen von den Jahren 1270 und 1230, in denen die Reliquien,einige hundert an der Zahl, sorgfältig ausgezählt werden, gicbt
->) Siehe Anhang Nr. 29.
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