Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
58
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Hier sei er geblieben bis 594, bei welchem Jahr allerdingsSigibcrt das Ereignis? anführt, während seine einzige Quelle Frc-degar es zn 590 setzt in Gnnthram's dreißigstes Negicrungs-sahr, der im März 593 bereits gestorben war. Aber dem Verfasserpaßte letzteres Jahr nicht in den chronologischen Bau, wonach derRock erst 590 aus Galaticn weggebracht sein soll: fünfte Fäl-sch u n g.

Aber auch so scheitert die Combination an den ausdrücklichenWorten Frcdegarö und der ihm folgenden, welche nothwendig vor-aussetzen, daß die Tunica lange in Safed allen Christen unbekanntverborgen gewesen sei, und ganz und gar keinen Sinn haben, wennman annehmen müßte, sie sei vor wenigen Jahren dahin gerettetworden. Durchaus nicht motivirt ist, warum man Safed gewählt,und ganz unbegreiflich wird es, wie das von den Christen so sorg-fältig gerettete Kleinod aus einmal in den Besitz eines Juden ge-rathen ist. Dies begreift selbst Hr. Guerin nicht und begnügt sich,ganz vergnügt zu sagen: nous ??«? snvons gas trop ponr gnel motik.

Wir brauchen für unsere Ansicht keinen bessern Zeugen, alsHr. Guerin selbst, der nicht zu diesen Fälschungen und Absurditätengegriffen hätte, wäre er nicht überzeugt gewesen, daß sich diebeiden Erzählungen nicht auf gewöhnlichem Wege vereinigen lassen.Haben wir noch eine Bemerkung zu machen, so ist die, daß Hr.Guerin gewiß ein verhältnißmäßig sehr gelehrtes Mitglied des fran-zösischen Clcrus ist, und daß solche Figuren es sind, die sich inFrankreich des Unterrichts bemächtigen wollen.

Im zweiten Capitel des Romans wird die heilige Tunica andem Aufbewahrungsort des Kreuzes niedergelegt. Es erhebt sichdarüber ein lächerlicher Streit, ob sie mit in den Behälter desKreuzes aufgenommen sei oder ihren eigenen Behälter gehabt habe.Gaumont und Guerin sind der ersten?, Gerberon und Follet derzweiten Meinung zugethan. Demonar sagte: die einen melken denBock, die anderen halten ein Sieb unter.

Das Kreuz wird 6l4 von den Persern erobert, 628 zurück-gegeben, feierlich nach Jerusalem gebracht, bei welcher Gelegenheitdas Fest der Kreuzerhöhung seinen Ursprung nahm, endlich, als Syrienden? byzantinischen Reiche für immer verloren gieng, nach Constan-tinopcl gebracht. Griechische und orientalische Schriftsteller sprechenvon seiner Geschichte, als einer höchst wichtigen Angelegenheit; die