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gemacht wird, — diese Keckheit hat wenigstens ein Verdienst. Sicgicbt den Unerfahrenen den deutlichsten Wink, wie diese Art vonSchöpfung in früheren Jahrhunderten betrieben fein mag, wenn siein dem fetzigen sich so breit machen darf. Wir wollen dcßhalb dasMachwerk genauer analpsircn.
Die Jahreszahlen in beiden Berichten treffen genau zusammen:ungefähr 530 schrieb Gregor, 530 wird der Rock nach Frcdcgar inSafcd gefunden. Offenbar kann es nicht ein und derselbe Rocksein. Dcßhalb behauptet Hr. Gucrin S. 68: daß schon seit demfünften Jahrhundert, S.63: daß schon vor Gregor der Rock inGalaticn verehrt sei und schließt dies aus Gregors Ausdruck: „Ich„kann nicht verschweigen, was ich von einigen gehört habe." Diesenungeheuerlichen Schluß wird niemand glauben, der nicht seine eige-nen Worte vor sich sieht. Nachdem er die Stelle Gregors mitgc-thcilt, fährt er fort: On voit, (llapres ce passazzo gn'anterieui-e-ment ü lZieAvire de Dours, In sainto robe etait vcneree,Ulll8t>ll'il cleclnre, gn'il ce
o»/ mnis gn'ells etait ckans lo xuis-
g'uellv etait encore, en co tewps In, renkermev (Inns uns er)ptetuet eaebee de eette e»Iise. Gregor spricht aber einzig und alleinvon seiner Zeit, dem sechsten Jahrhundert, und das pnisgne desVerfassers ist als erste Fälschung zu registrircn.
Daß Gregor die Stadt Galatiens mit unter den 530 von denPersern zerstörten Städten nenne, diese Behauptung ist, als voll-kommen aus der Luft gegriffen, die zweite Fälschung.
Au sich ist das Factum historisch unmöglich. Der Einfall derPerser in Armenien gegen 530, von dem Gregor spricht, ist ent-weder der Zug gegen Mayyafarikin oder Martyropolis um 583oder ein anderer noch weniger bedeutender Strcifzug in den dama-ligen an den Gränzen geführten Kriegen. Nach Galaticn aber sinddie Perser nicht vorgedrungen, und unscrm Scribentcn fehlt es wahr-scheinlich etwas in der Geographie.
Die gutgemeinte Vcrmuthung, daß man Zeit gehabt habe, denRock zu retten, fällt damit von selbst. Sie wird aber als eineThatsachc vorgetragen: dritte Fälschung.
Man soll ihn dann nach Zaphat gebracht haben, und Hr.Gucrin versichert seinen Lesern, daß Sigibert dies bezeuge, wovonkein Wort wahr ist: vierte Fälschung.