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liegen die Anfänge der Reformation und der Verehrung des Nockes,des Sinnbildes der nntheilbaren Einheit der Kirche, beisammen.
s. 10.
D er heilige ungcnähte Nock in Galatien.
Dem Trierer heiligen ungcnähtcn Nocke ist sein Recht gewor-den, es ist billig, daß es den übrigen heiligen ungeuähten Röckennicht versagt werde. In langer Reihe harren sie schon ungeduldigder Prüfung ihrer Ansprüche; sie mögen einzeln hervortreten undsich über ihre Bcsitztitel ausweisen.
Der älteste von ihnen, dem Trierer Rocke um mehr als einhalbes Jahrtausend überlegen, wird bei Gregor von Tours erwähnt.In einer Stadt GalaticnS, hundert und fünfzig Meilen von Con-stantinopel, befand er sich zu dessen Zeit, am Ende des sechstenJahrhunderts, in einer verborgenen Gruft der Kirche zu den heiligenErzengeln in hölzerner Kiste verschlossen und genoß die ihm ge-bührende Verehrung 17).
Gregor starb 594. Bis zu diesem Jahre hin, da Gregor seinenWerken auch nach ihrer ersten Vollendung Zusätze beizufügen pfleg-te»), kann die Notiz geschrieben sein. Sie ist so einfach, legt sowenig eine Absicht zu Tage und hält sich so fern von allem Wun-derbaren, daß aus ihr selbst schwerlich ein Zweifel hergeleitet werdenkann und angenommen werden muß, daß dem Gregor in der Thateine solche Nachricht zu Ohren kam, obschon auf Nachmessung seinerQuelle Verzicht zu leisten ist. Darf nichts desto weniger eine Vcr-muthung gewagt werden, so läßt sich am ehesten auf jenen inseinem Geschichtswcrke X, 24. erwähnten bettelnden morgenländi-schcn Bischof Simon rathen, der 59V nach TourS kam und durcheinige erschreckliche Historien Mitleid zu erregen wußte, oder auchans den syrischen Ncliquienhändlcr, der nach VII, 31. in Frankreichsein Gewerbe triebt).
a) Loebell Gregor von Tours. S. 19.
! >>) Hr. Marr, der natürlich gegen diesen Rock des sechsten Jahrhundertsnicht eben gnädig gesinnt sei» kann, hat vornänilich zwei Gründe ge-gen die Aechthcit desselben geltend gemacht, deren Jnbalt und Folgenwir sogleich näher prüfen werden. Hier aber schon können wir nichtnnterlassen, den ersten seinetwegen zu notiren. Hr. Marr ist der Mei-nung, daß Gregor als sehr leichtgläubig bekannt, wenig zuverlässigsei, wie dennsschon der fränkische Abt Hildni» in einem Briefe an
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