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[1] (1844)
Entstehung
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XVIII
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XVIII

rocck zu Tryer jm Thocm zu sein« und befiehlt dem Erzbischofihnsuche» zu lassen; »er dickgemclt mein gncdigcr herrc Ertzbischoff«fügt fich diesem »befcll und ansocch« gern, läßt am 14. April denAltar aufbrechen, findet nebst dem Nack eine Menge Reliquien inverschiedenen Kasten, die sorgfältig aufgezählt werden und stellt ihnam 3. Mai öffentlich aus, in Gegenwart vieler, nach der Rang-ordnung von dem Verfasser genannten »surften, bischoffcn vundambasiaten«

Die Erzählung ist hier ganz einfach und natürlich: der Kaiserwill wissen, ob der Nock wirklich da sei, der Churfürft ist ganz be-reit ihn zu suchen, läßt nur in allen Klöstern und Kirchen beten,daß er gefunden werden möge. Hat er irgend eine Besorgniß ge-habt, so ist es die, daß das Kleid überhaupt nicht da sei. Der la-teinische Ucbcrsctzer schaltet nach seiner erweiternden Manier denSatz ein, der Erzbischof sei ängstlich gewesen und habe die ehema-ligen Gefahren erzählt"): worauf er verfallen ist, weil er ebenvorher in Encn's Bericht die Sage von dem erblindeten Möncheingeschoben hatte. Aus diesen Worten hat Browers Rhetorik einelange Geschichte von der Verlegenheit des Erzbischofs und voneiner Vcrathung mit dem Capitcl gemacht, die Hr. Marr ruhignachbetet. Die Worte Encns, »nitt durch flockmcren« übersetztSchcckmann: nori zum rumiAeru vuIZi voce, «eck llistoriis et(quickem vetustissimi«; Browcr muß das von übersehen habenund sagt tum eoustuuti Immiuum l'nmn, tum autigul« litorarummcmumeutis; bei Hrn. Marr lautet dies, im direktesten Widerspruchgegen die Quelle, S. 67: »er wisse schon längst aus der allge-meinen Tradition und aus alten Schriften.« So macht manin Trier die Geschichte zurccht"").

Von 37 u bis 45 u folgt eine Vcrthcidigung der Acchtheit desRockes; es wird dann der Trierer Rath seiner guten Anordnungenwegen belobt, die am 13. April 1513 bei Gelegenheit eines Bauesim NicolauSaltar gefundenen Reliquien aufgezählt, und mit einem

-) l»I. 44 Ii. viNvre« tum mixim'i m'nesulom, retroactu pericula reeeusere.

»") Auch die andere von Hrn. Marr als seine Quelle kühn citirte Auto-rität:unser Tritheiuius, ein gleichzeitiger Berichterstatter," hat garnichts von jenen Wcitläustigtciten. Nach ihm willMarimilian bloß wissen,ob es wahr sei, was in der Trierischen Geschichte gelesenwerde, daß die Tunica Christi in dem Altar sei, und ans seinen Be-fehl öffnet man, ohne daß von einer Weigerung und Capitclsitzungn. s. w. die Rede wäre, den Altar. Die Stelle des TritheminS, ansdie auch S. 44 Bezug genommen ist und die wir im Anhang unter13 noch nicht im Original anführen tonnten, geben wir vollständig,Anhang unter 34. Auffallend ist darin, daß die Niedcrlegnng desRockes in den Altar mit ausführlichen Angaben in das Jahr 1218lstatt 1136) gesetzt wird. Anderswo haben wir dieses Datum nir-gends gefunden und müssen es einstweilen für einen Jrrthnm odereine Verwechslung halten.