Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
XIX
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Abschnitt unter folgendem, leider einigen Verdacht erregenden Titeldas Capitcl vom Dom geschlossen: «Item von noch ville anderemheyltnmb, das vor hyn in der selben kirchcn geweszcnn ist. vnd auchytzunt nenwelich erfunden: wclchs man nit zeugt.«- Unter diesensind die in der Urkunde Sylvesters vorkommenden Sandalen desAndreas und der Zahn Petri.

Es ist interessant zu sehen, wie schon damals in Trier selbstvon Geistlichen und Weltlichen die bestimmte Behauptung der Un-ächthcit des Nockes erhoben ward, und wie der ehrliche mcystcr Jo-hannes diese mit erbärmlichen Gründen zu widerlegen sucht. Wirtheilen daher den Inhalt dieses Abschnitts im Wesentlichen mit.

»ES scint aber,« beginnt Encn, »Halls ich vernommen habe)an etlichen enden eins theyls gcystlichen vnd weltlichen dye dißcmhcyligen Rock zu lasier, verachten vnd vernichte», Sonder tzwcyffcllnicht sonder yrcr seien grosse beschwerniß östlich sprechende, Es synit der Rock vnscrs Herren Jesu, vnd sey ein erdicht fach vndncmcn sulchs zu bcwcren vur sich, vil vnnntzcr vcrmcßncr erdichterede, vnd alligicrcn vnr sich etliche unwarhafftige crdicht schrifft, diein keinem rechten zu gelassen seind, Oder vor bcstendig von dercristlichcn kirchen angenommen, Welcher schrifft vnd tractatcl ich selbsdiß jacr ein thcil die doch ganz vnd gar erdicht vnd erlogen seint,vnd nicht anders dan vmb eigens nutze willen erdacht zu trnckenvnd geltt da mit zu vberkommcn.

ES ist aber nit wunder das der heylig rock Christi vernolgunglcydt vnd bcdunckt mich, ein recht warhafftig tzeychen der warheitsein, das es der recht rock ist, wan nach der lere aller heiligendoctoren, mag kein gut wcrck, snndcr grosse widcrwertigkeit vndanfechtung volbracht werden, u. s. w.

ES müssen vorwitzig vermessen narren sein, die sulchs einemcrtzbischos von trier sder inn eygner Person dar by gewesen ist daer fonden ist worden) vnd andere größmechtigen Herren surftenvnd grasten vnd fryen, die vff dem thöm stifft Herren synd, zumessen das sye sulchc sachcn finden vnd erdichten mügen, es ist yrenfürstlichen gnaden vyle zu nahe geret. Darumb du vurwitzigervermessener, zwing dein maul zu vnd heb das nit in den hymel,daS ist wider den höchsten obersten« u. s. w.

Das Argument der Gegner ist, daß nach den Chroniken derRock zur Zeit des Mauritius in Zaphat gefunden, folglich nichtdurch Agritius nach Trier gebracht sein könne.

Encn antwortet daraus, daß die Chroniken sich auch sonst wohlwidersprächen; der erste, der jenes gesagt, möge »lyedcrlich« geirrtund Mauritius statt eines andern Kaisers gesetzt haben, vielleichtsei es auch der andern Kleider eins gewesen, und die Spaterenhätten dem ersten alle nachgeirrt. Man habe in Trier »auch alßogare alte bocchcr, die es betzeugcnt, daß der heylig rock zu Trier