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[1] (1844)
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zu rühmen hatten, hicr sämmtlich fehlen. Kein bestimmtes Hervorheben,daß damals etwas Neues erlangt worden wäre, keine deutlichen An-zeichen und kanonische Prüfung, nicht der geringste äußerliche Apparat,aus welchem sich auf etwas Besonderes und Außerordentliches schließenließe.

Nun ist dies, wie uns Hr. Marr vor allen Andern zugeben wird,doch rine wunderliche Sache. Hr. Marr hat S. 136 n. 144 die Kost-barkeit der Reliquie so schlagend und geschmackvoll erörtert, daß wirnur wenige seiner Worte zu entlehnen brauchen, um nnsreLeser sogleichin die richtige Stimmung zu versetzen. Er fragt sich, nachdem er vonErinnerungszeichen der Familie und der Menschenfamilie geredet! sollenwir hier stehen bleiben, da ja schon der Fuß aufgehoben ist, um nunauch noch den dritten Schritt zu thun ? Er rechtfertigt so denCultus derReliquien als das Erinnerungszeichen der Gottesfamilie und fährt fort:es handelt sich hier aber um noch etwas weit Größeres und Schätz-bareres, als die heilige Reliquie eines Heiligen, hier ist das Kleid desErlösers selbst, dessen Anblick eine solche Menge dererschütterndsten"Gedanken in der Seele weckt, daß der Mensch sich unwillkürlich durchdieselbenwie" sortgerissen fühlt; hier entspringenlebendige" Ge-fühle, die in mächtigem Wogen den Menschenwie außer sich setzen",undgefühlvollen" Seelen tiefe Seufzer und Thränen auspressen. Sogeschah es bei der Ausstellung von 18IV:Thränen flössen vor AllerAugen", sagt Hr. Cordcl, und Hr. Marr bekräftigt:fürwahr werkonnte bei diesem Anblick nichtThränen der Freude, Andacht und Rüh-rung weinen". So bei der Ausstellung von 1655. Masenius ver-sichert, der Rock habe oftselbst" Protestanten Thränen der Rührungentlockt. Nicht anders im Jahre 1585. Niemand, sagt Agritius, konnteden h. Nock ansehen, ohne zu weinen, und bei der Ausstellung von1512, erzählt Eue»"), warengar wenig, die nit zuo weinen bewegttwarenn in anschawung des Heyligen cleidts, wau diser Rock gar be-,,weglich ist an zu sehen, vnd müß ein herter mensche sein, dem er nitein besunder bcwegnus in seyncm hertzen erweckt."

So waren die Eindrücke bei bloßen Ausstellungen, in streitendenoder ungläubigen Zeitaltern. Und hier will mau es noch glaublichfinden, daß die andächtigen Erzähler des 13. oder 14. Jahrh. die erste

-.) Blatt 37, b.