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[1] (1844)
Entstehung
Seite
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rendes Zeugniß und endlich die positive Aussage des Cyrillus"), derzwischen 343 und 339 in dieser nämlichen Grabeskirche eine Reihe vonKatechesen hielt, und darin die Erbauung derselben ausdrücklich demConstantin zuschreibt.

Auf diese Weise ergiebt sich, daß Helena mit der Grabeskirchenichts zu schaffen gehabt hat''): wir müssen aber noch einen Schrittweitergehen, und aus dem Stillschweigen des Eusebius folgern, daßauch das Kreuz damals nicht gefunden worden ist.

Ist es denkbar, daß Eusebius, der 332 vor Constantin am h.Grabe gepredigt, der 333 bei Einweihung der Grabeskirche mehrereReden darin gehalten, der eine Beschreibung der Kirche und ihrerWeihgeschcnke verfaßt und dem Kaiser gewidmet hatte"), nichts vondem Kreuze Christi gewußt habe, wenn das Kreuz damals schon vor-handen war? Ist es denkbar, daß er, der auf Reliquien aufmerksamist''), der auf den angeblichen Stuhl des Apostels Jakobus nicht ge-ringen Werth legt, der sogar von Wundern, die eine bloße StatueChristi gethan, berichtet, der die Fußtapfen Christi, die er bei der Him-melfahrt auf dem Oelberge hinterlassen, die einzige damals ver-ehrte Reliquie Christi") gläubig anführt, ist es denkbar, daß die-ser Eusebius das hochheilige Kreuz nirgend erwähnt habe, wenn er eskannte')?

s) Die spätem Historiker, die ihre Helena bereits im Kopfe hatten, fühlendenUebelstand sehr wohl und helfen sich, wie es gehen will. Sozomenus schreibtin etwas confuser Weise, gegen Eusebius, beiden gemeinschaftlich den Bauzu. Thcodoret läßt Constantin die Kirche bauen, dessen Brief aber durch He-lena überbringen, während bei Eusebius des Kaisers Brief und die Reise derHelena streng gesondert sind.

Ii) Rufin ist der älteste, und eigentlich einzige Zeuge dafür; ans ihm hat dieNotiz Sokrates unvorsichtiger Weise beibehalten, obschon er durch Schadengewitzigt, in seiner Vorrede Rufins llnznverlässigkeit beklagt. Ebendaher istsie in die spätem lateinischen Schriftsteller gekommen : man sieht, Rufin machteine ihm wahrscheinliche Mnthmaßung zur Geschichte,c) Vits Losstaut. IV, 33,45, 46.

6) Ilist. ecol. VII, 18, IN. Vita III, 42.

e) Als Helena über diesen die Himmelsahrtskirche erbaute, wollten die Steinenicht hasten, sondern flogen Von selbst aus einander, wie z. B. SulpitiuSSeverus erzählt. Solches Schlages sind die Schriftsteller, welche die Kreuz-erfindung der Helena erweisen sollen,k) Man hat noch die Stelle gsalm. 87, 3. bei Ickoutssueon IV. L. I, 549.angeführt, aber die die am Grabe Christi geschehen seien, be-

zeichnen nach dem Zusammenhange der Stelle nichts, als daß die Auffin-dung desselben eine Bestätigung der Prophetien, wie des Todes Christi sei,und sagen nichts vom Kreuze aus. Die Deutung des zvwxea/t« in Constan-