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[1] (1844)
Entstehung
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vollen Gewißheit erhoben werden. So viel aber ist gewiß, daß Christus,der ,,die weichen Gewänder in der Könige Häusern" Matth. 11, 8nicht lobt, kein solches feines Prachtkleid getragen ha-ben kann, wie der Trierer Nock offenbar seiner Zeit gewesen ist').

Was endlich die Art der Arbeit betrifft, so ruht auch hierauf inden Berichten, welche Hr. Marr a. a. Ort mittheilt, ein sonderbaresHelldunkel; das Auge, sagt Brower dort, könne mit der größten An-strengung nicht erkennen, ob der Nock gewebt oder mit der Nadel ge-strickt sei; die Art des Gewebes, meint ein Anderer, könne kein Künst-ler unterscheiden! In fetziger Zeit wird es, wenigstens mit Hülfe einesMikroskops, nicht schwer gewesen sein, die Structur genau zu erken-nen; hoffen wir, daß man das nicht versäumt und daß ein Sachkun-diger die Untersuchung vorgenommen habe. Uebrigens sagt der ältesteZeuge, Enen, ganz bestimmt und unbefangen! ,,cs ist ein seltzam ar-beit, nicht gewcben, das ist claer, aber vffdie maß wie in derScolastiea historia darvon geschriben stctt, das er Netieulato opere ge-macht setz, das ist gestrickt, wie man henschen, oder bhrreten strickt"'').Eben so berichtet ein Späterer") , er scheine weder gewebt noch zusam-mengenäht zu sein und laufe durcheinander gleich dem Chamelot. Istdies wirklich der Fall und zunächst müssen wir doch diesen positiven undVernünftig aussehenden Zeugnissen, besonders dem erster», glaubenwie kommt man da mit dem biblischen Tert zurccht, der ausdrücklichvon einem gewebten Nock spricht, und zum Zeichen, daß das Wortnicht etwa in einem allgemeineren Sinne gedeutet werden kann, genauhinzufügt, auf welche der bei den Alten gebräuchlichen Arten desWebens er verfertigt sei.

s) Auch mit den Worten der HH. Bäter geräth der Trierer Reck in Collision.Bei Chrysostomus (dam. 8S in In. VIll. Sstö dlttllts.) und Isidor von Pe-lusium (l. e>>. 74), die beide im Orient lebten, so wie bei den ihnen folgen-den Theophylakt und Theophanes Ceramens findet sich neben einer undeutlichbeschriebenen Angabe über die dabei angewendete Methode des Webens be-stimmt ausgesprochen, daß diese Art von Kleid eine wohlfeile und gewöhn-liche gewesen, und Isidor stellt es als etwas Bekanntes hin, daß in Ga-liläa die Armen solche Kleider trügen und den Galiläern dieser Zweig der We-berei eigenthümlich sei.d) Bl. 41, a. Scheckmann kol. 4N, a.: »an texta, ut darum est, seil reti-

culato opere kaota guo modo svlent keri birreta, ez'rvtbecae et caligae.o) Appell.-Ger.-Rath Müller im Trierer Wochenblatt 18ZV, Nr. SA nach derKurzen Beschreibung"-c, Saarlouis 18l4. p. 14.