mystisches Dunkel zu hüllen'). Hoffentlich wird man diesmal eine ge-naue Untersuchung dieses und des folgenden Punktes durch Sachver-ständige nicht unterlassen haben, um dem Verdacht zu entgehen, alshätte man eine solche zu scheuen. Der einzige, welcher sich bestimmtdarüber ausdrücket, sagt, daß er feines Leinen sei: Brower''), was Hr.Marr nicht erwähnt hat, behauptet dies ausdrücklich. Daß er sehr feinsei, geht aus den Worten der anderen hervor: Cordel°) sagt, er scheinevon seinem Nessel zu sein; Enen'') und Scheckmann erwähnen, er seianzufühlen wie Sammt oder Seide, nur nicht ganz so weich, und siescheinen ihn sogar für wirklichen, nicht aus Leinen oder Baumwollenachgemachten Nessel zu halten. Leinene Kleider erscheinen im Alter-thum als Kleidung vornämlich der Frauen und Priester'); bei Män-nern galt ihr Gebrauch als Zcicheu der Weichlichkeit') und diese tru-gen Wolle. Daß das Verhältniß damals auch in Palästina so gewesensei, scheint sich aus einer Stelle des Hegesippus (um 159)6) ^ ^-ge-ben, der es als etwas besonderes hervorhebt, daß JacobuS keine wol-lene, sondern leinene Kleider getragen. Biel sicherer ist es daher, mitHn. Guerin und vielen Andern anzunehmen, daß Christus Kleid ausWolle gewesen; doch kann diese Annahme allerdings Wohl nicht zur
a) Marr S. Iii.
1,) I. I.: ll'extus constat sulitilissimo lim genere, quock bzsso par. So sagtauch der „Antiqnarius des Moselstromes" S. Vitt Note: „(Dieser Rock ist)weder wollen noch seiden, sondern, soviel man abnehmen kann, aus sehr zar-tem Linnenzenqe."
e) S. Iii.
>l) Bl. ili, b. : Es kau niemantz sagen wie nahe man dar bcy ist auß was Ma-terien das er gemacht sey, dann er hat einen tzunlichen (zunderlichen, vonZundel) griff, zwischen Sammet und chamlott, nitt alls stieß alls der sammet,auch nit also gar herte alls der chamlott, vnd bedunckt mich das etwas vonNesselen dar jn st). Schcckmann Inl. :>-: materiam laleu, nemo pro-nun» componore potest ei quomvcko facta sit aequo igooratur. lactngross» simul et tenuis est, ut viosericum tangibilis est sock nvn ackeoinnllis, grossior parum. nnn tameo sericea est; ut midi vickere vickoorackmixtum ackbiditum esse aliquick urticarum stamiui et subtegmini, Seckoerlituckinaliter »equit intelligi.
e) So auch bei den Hebräern noch zu Christi Zeit; die angeführte Stelle kos.wntt. XX, g, ti zeigt, daß wenigstens eine lang e lein ene Tunica einBorrecht der Priester war, vielleicht aber ist sogar eine leinene überhauptgemeint.
f) 9. 9. ^liiller ?>lin, Lolias. p. il. ?errar. cko ro vest. III, 3.
g) Bei Eusebius KGesch, II. 23. — Sirach ill, 4 erscheint grobes Linnen ausungeröstetem Flachs als Kleidung der Armen.