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vermindert. Ost mischt sich derselben Liebedes Nächsten bcy: ich freue mich, wenn einanderer daö Gute lobt, und folglich es kennt,und betrübe mich, wenn er tadelt, was ernicht kennt, oder was gut ist. Aber viel-leicht kommt dieß blos daher, weil ich michfreue, wenn meine Lvbredner nicht eine an-dere Meinung von mir äußern, als ich sieselbst habe, also wiederum nicht aus Liebezu ihrem Besten, sondern aus Eigenliebe.An Dir, o ewige Wahrheil! sehe ich, daßich mich über mein Lob nicht meinetwegen,sondern meines Nächsten wegen freuen soll.Hierin aber bin ich mir selbst unendlich we-niger , als Dir, bekannt. Zeige mich mirselber an, damit ich denen, die für michbitten, bekennen könne, wo ich verwundet sey!Ich möchte mich auch das noch fragen: obeS nicht eben aus jener Eigenliebe herrühre,daß ich mich mehr bekümmere, wenn vonmir mit Unrecht Böses gesagt wird, alswenn meinem Nächsten dieses geschieht? Sollich sagen: ich wisse auch dieses nicht, damitich mich ferners selbst damit betrüge, undweder im Herzen noch mit Worten wahr-haftig sey! Herr, wende diese Thorheil vonmir ab! Ich bin arm und schwach, und ambesten daran, wenn ich mir selbst mißfalle,
und