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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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unsere Seele ist, und nach welcher ich Tagund Nacht mich sehne!

VI.

Die Neugierde.

Au diesen allen kömmt noch eine andere,weit gefährlichere Versuchung die eitleNeugierde, die sich unter dem Namender Erkemttniß und Wissenschaft verbirgt,und auch beschwerlichen Geschäften sich un-terzieht, nur um etwas neues zu erfahren.Liegt wo ein ermordeter Korper, wie eilendie Menschen hinzu, ihn zu betrachten, bloßum vor ihm erschrecken, um sich betrüben,um erblassen zu können. Sie fürchten sogar,er mochte ihnen im Traume vorkommen,gleich als wenn sie geuöthigt wären, ihnwachend zu sehen, oder seine Schönheit sieherbeylockte i Diese Krankheit der Neugier-de hat die Menschen bewogen, in Schauspie-len die wuuderbarsten Sachen vorzustellen.Von ihr kommt unser Verlangen, die verbor-genen Geheimnisse der Natur zu erforschen,sollte auch ihre Erkenntniß uns noch so wenignützen; denn die Menschen wollen nur w i s-sen. Sogar die magischen Künste rührendaher; sogar, daß sie Gott selbst versuchen,

und