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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
Entstehung
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156
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( iz6 )

vi.

Attgustins Thräncn, über den Heim-gang seiner Mutter.

Am neunten Tage ihrer Krankheit, imZhsten Jahre ihres Alters, im ZZsten desnicinigen, wurde diese fromme Seele von ih-rem Korper erloset. Ich drückte ihr die Au-gen zu; Traurigkeit beklemmte mein Herz,und Thräncn stürzten über meine Wangenherab; aber ich hielt sie mit Gewalt zurück.Auch mein Sohn Adeodatus brach in lauteKlagen aus , und konnte mit Mühe von mirgestillet werden. Denn ich hielt es nicht fürbillig, sie mit Geschrey und Thranen zu be-trauern, da dieses immer ein gewisses Elendder Verstorbenen, oder gar ihr ganzlichesAufhören anzuzeigen scheint.

Was war es denn, das mich zumSchmerze zwang? Die schnelle Zerreissungeiner zur Gewohnheit gewordeneu innigenund zärtlichen Freundschaft. Uebrigens thates mir wohl, noch in ihrer letzten Krank-heit von ihr ein gehorsamer, frommer Sohngenannt zu werden, und mit dein Ausdruckder zärtlichsten Liebe das Lob von ihr zuerhalte», daß ich ihr «ie ein hartes oder

ver-