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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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konnte sie nicht mehr gelten: ich sah michbloß vor mir selber, und mein Gewissensprach lant. Aber die Sünde beherrschtemich dennoch, da hingegen andere, die sichunendlich weniger Mühe mit Erforschung derWahrheit gaben, dieser Last entladen, sichmit leichten Flügeln zum Himmel erhoben.Die peinigendstcn Vorwürfe machte ich mir,als Pontitian wieder weggieng, ich peitsch-te meine Seele mit Grundsätzen, mit Sprü-chen der Schrift, mir zu folgen, da ich Dirfolgen wollte, und sie gehorchte nicht! AlleGründe waren kraftlos an ihr. StummerSchander war das Ende, und dem Strommeiner Gewohnheit entrissen zu werden,fürchtete ich ärger als den Tod.

In diesem innern Kampfe gieng ich mitverwirrtem Gesichte zu dem Alipius, undrief ihm entgegen:O Freund, wie un-glücklich sind wir! Was ist das! was hastdn gehört ? Ungclehrre stehen auf und reis-sen den Himmel an sich, und wir mit all'unsrer Gelehrsamkeit ohne Herz wie wäl-zen wir uns in Fleisch und Blut herum!Schämen wir uns, ihnen zu folgen, weil sievorangiengen ? Sollten wir uns nicht viel-mehr schämen ,ihnen gar nicht zn folgen?"

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