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weil er von ihm getauft worden war, alsseinen geistlichen Vater verehrte; und er-zahlte ihm die ganze Geschichte meines Her-zens. Da ich daraufkam, wie ich auch dieSchriften des Plato »ach der lateinischenUebersetzuug des Victorins gelesen hätte,wünschte er mir Glück, auf diese und nichtauf andere weit gefahrlichere getroffen zu ha-ben; in diesen werde doch wenigstens die Er-kenntnis! Gottes auf alle Weise empfohlen.Er nahm Gelegenheit mich durch das Bey-spicl eben dieses Victorins, den er ehemalszu Rom gut gekannt hatte, zur christlichenDemuth zu ermahnen. Dieser war nämlichein sehr gelehrter und in allen Wissenschaftenerfahrner Mann, der viele Senatoren zu Romin der Redekunst unterrichtete, und dafür dieseltene Ehre erhielt, daß ihm auf dem Markt-platze zu Rom eine Bildsäule errichtet wurde.Bis in sein hohes Alter blieb er, wie bey-nahe der ganze römische Adel, ein Götzen-diener; endlich aber lernte er das Christen-thum kennen, und wurde getauft. Er lasnämlich die heilige Schrift und die Bücherder Christen mit größter Aufmerksamkeit, —und sagte einmal zu Simplician, dochin größtem Geheim: „wisse, daß ich einChrist bin!" Dieser erwiederte: „Ich glau-be