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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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( S3 )

äußerst enthaltsam. Ich führte ihm dage-gen immer eine Menge Beyspiele von solchenan, die auch geheirathct, und dennoch da-bei) die Weisheit geliebt, Gott gedient, undihre Freunde bepbchaltcn hätten. Aber ach,wie weit stand ich diesen an Große derSeele nach! Ich schleppte meine Ketten,und stieß die Hand von mir, die sie mirabnehmen wollte!

Auch zu ihm sprach durch mich dieVerführung, und legte ihm Fallstricke inden Weg. Mein Urtsieil war ihm wichtig,und meine Versicherung, daß ich außer derEhe unmöglich glücklich leben könnte, setzteihn so in Erstannen, daß auch er, weni-ger ans Trieb als aus Neugierde, sich zu Heira-then vornahm, um zu erfahren, was denndas wäre, ohne welches das Leben mir,den er so hochschätzte, mehr eine Pein, alsein Leben zu seyn schiene. Mich riß Be-gierde hin, ihn Erstaunen über meineBegierde.

Man drang unaufhörlich in mich, einWeib zu nehmen. Endlich suchte ich eineBraut; sie wurde mir versprochen, haupt-sachlich dnrch die Bemühungen meiner Mut-ter,