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II.
Augustin hört den Ambrosius, undglaubt das göttliche Ansehen derheil. S hrifc.
Noch war kein Trieb zum Gebet inmir; ich forschte und untersuchte bloß, unddisputirt? ,mit meinem unruhigen Gemüthe.De» Ambrosius hielt ich für eine» glücklichenMann, weil so viele vornehme Personen ihnehrten; aber siin eheloser Stand schien mireine unerträgliche Last. Seine inner» Kam-pfe gegen Eitelkeit und Hochmuth, seinenverborgenen Sinn und den Frieden seinesHerzens — den kannte ich nicht und ver-stand ich nicht, so wenig als er mein? in-nere Unruhe und die Grube des Verderbens,worin ich lag. Ich konnte mich ihm nichtganz so mitthcilcn, wie ichs wünschte; dennbestandig war er mit Geschäften und Men-schen umringt, deren Bedürfnissen er abhel-fen sollte. Hatte er Muße, so verwandteer diese auf Erholung oder Lektüre. So oftwir zu ihm kamen — denn jeder hatte un-angemeldet freycn Zutritt zu ihm — fan-den wir ihn im stillen Lesen und Betrach-ten. Oft saßen wir lange stillschweigendda, denn Keiner wagte es, ihn zu stören,
und