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seicht andere Auslegungen seiner Worte ge-ben , die seine Weisheit retteten, und war-tete neun Jahre lang mir sehnlichstem Ver-langen auf die Ankunft des Fausius. Demidie übrigen alle konnten meine Zweifel nichtbeantworten und wiesen mich an ihn, alsan einen, der mir nicht nur diese, sondernnoch weit größere Wahrheiten enthüllen würde.Er kam, und ich fand wirklich an ihm ei-nen angenehmen Schwatzer, der aber völ-lig das nämliche vortrug, was jene gesagthatten , nur weit schöner. Davon aberwaren meine Ohren langst satt, und seineWorte schienen mir darum nicht besser undwahrer , weil sie schöner gesagt wurden.Denn so weit war ich nun endlich in derErkenntniß der Wahrheit gekommen, daßich sie nicht nach der Manier schätzte, wiesie vorgetragen wurde; und so fand ichauch im nähern Umgange mit Faustu§, daßer, ungeachtet seiner blendenden Beredsam-keit, in den stehen Künsten ganz unwissendsey. Er hatte einige Schriften von Ci-cero, Seneca und andern gelesen, nebst demhatte er tägliche Uebung im Reden, Kennt-nis der Lehren seiner Secte und einen an-genehmen Umgang; aber das war auch al-les , und damit gewann er die Leute.
Ich