Druckschrift 
Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

( 41 )

In diesen Jahren gab ich Unterricht inder Beredsamkeit, und verkaufte, selbst be-siegt durch Lüste, siegende Geschwätzigkeit.Zwar war es mir angelegen, gute Schülerzu haben, dennoch lehrte ich ihren schuldlo-sen Herzen Betrug, nicht um ihn gegen dieUnschuldigen zu gebrauchen, oft aber dochzur Entschuldigung des Schuldigen. DochDu sahst mich auf diesen schlüpfrigen We-gen, Du sahst mitten durch diesen dichtenNauch noch einzelne Funken meines Glaiu

bcns,

wie abgeschmackte Fabeln ver-achtete, und durstete, die von ihnen ver-sprochene reine Wahrheit mir eigenzu machen. " Mancher Wahrheit su-chende Jüngling, der zu unser» Zeiten ähn-liche Versprechungen hört, dürftesich diese Grelle in sein Handbuch schreiben.Der Geist des Irrthums redet, verspricht,prahlt zu allen Zeiten immer gleich, undbedient sich der Lockspeise des Vorwitzes,die er dem ersten Weibe mit so vielem Er-folge vorwarf (Eure Augen werdenausgethan, und ihr wie die Göt-ter scyn, und das Gute und dasBöse werdet ihr wissen! Most 3,s.)immer noch mit dem gleichen Vvrtyeile,