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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
Entstehung
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Um so viel mehr wird er dabey gerührt, jeweniger er sell'st von diesen Leidenschaftenfrcy ist. Thorichtes Mirleiden bey erdichte-ten Semen des Theaters! Der Zuschauerwird nicht zur Hülfe aufgerufen, sondernbloß eingeladen, sie zu beweinen, und derSchauspieler findet sich um so geehrter, jemehr er Thranen erpressen kann. Verdrüß-lich tritt er ab, wenn er keine sieht, undsieht er welche, so verdoppelt er seine Anstren-gung , und weint selbst voll Freude mit»Thranen und Schmerzen werden also geliebt,und doch mochten alle Menschen freudig seyn.Elend will keiner seyn. aber mitleidig; undweil dieß nicht ohne Gefühl eines Schme»zcns seyn kann, so liebt er, aber nur indiesem Falle, die Schmerzen. Doch dieseSchmerzen gehören auch zu jenen unreinenFreuden: denn wo führen sie hin? In diebrennenden Bache, in die wilde Glut jenerhäßlichen Lüste, worin die Seele alle ihrehimmlische Heiterkeit verliert, wenn sie sichauf lasterhafte Weife verbanden, obgleich esbloß erdichtet war. Trennte sie aber einungünstiges Geschick, so trauerte ich mitlei-dig mit ihnen. Beydes aber vergnügte mich.Jetzt hingegen bemitleide ich mehr einenMenschen, der sich des Lasters freut und

dadurch