Fleiß, seiner Arbeit Frucht in Ruhe zu genießen, war-dem Menschen nicht lange vergönnt. Das tinvlich-fa-belnde Jugendalter unserer Geschichte weiß Zwar man»cheS zu erzählen von der goldenen Zeit, welche die Un-schuldsjahre des Menschen-Dasenns lieblich und heiterbelächelt, umgaukclt von fröhlichen Scherzen. Soschmeichelt uns Allen der Kindheit Traum. Doch ernstund ernster wird das Leben und die Geschichte; eifernund blutig so manches Blatt der gestempelten Zeit.
Arbeit hatte die Natur geboten, doch der ArbeitFrucht wurde des Raubes Lohn. Gegen die Arbeitsträubte die Wilikühr sich und die Bequemlichkeit mitUnkunve und Unverstand. Von Anderer Fleiß sich zunähren, sagte dem Rohen und Starken zu; die Hab-sucht spornte zu wilder That« Roth lehrte Gegenwehr,Trotz den Krieg. Auf blutigen Boden siel der erschla-gene Mensch.
Mit zunehmender Bevölkerung wurde nicht al-lein der Arbeit mehr, die Gegenstände der Arbeit undihre Resultate vergrößerten und vervielfältigten sich;das Besitzthum Vieler ward zum Eigenthum Einzelner;bald gab es Reiche und Arme. Der Krieg wurdezum Handwerk. Reiche und tapfere Anführer wurdenFürsten und Gesetzgeber. Bald gab es Krieg um derFürsten willen, denn jeder wollte groß scyn und mäch-tig und reich, Launen und Persönlichkeiten der Fürstenbestimmten das Thun und das Leiden der Völker.Frftihcit nannte man einen Zustand, wo so Viele,wie möglich, nach Sitten und Gebräuchen, oder auchnach Gesetzen herrschten. Ging ein Einzelner oder auch^ine Mehrzahl von den Herrschenden, von der Form.