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eine Urkunde, welche sich bei BzoviuS zu diesem Jahr Nr. 5 abge-druckt findet, die Aechthcit derselben. Er hatte sie 1391 von demKaiser Manuel Paläologns unter Beglaubigung des Patriarchen vonCvnstantinopcl und sechs griechischer Erzbischöfe erhalten. Die Tunicaselbst, von der ausdrücklich gesagt wird, daß das blutflüsfige Weibsie berührte, und die also auch in diesem Punkte mit dem TriererRock rivalisirt, war anfangs in der kaiserlichen Schatzkammer „mitgrößerer Sorgfalt als irgend eine andere Reliquie der Welt" be-wahrt, ward aber unter Michael Paläologus entwendet, und auf denAthos gebracht, von wo ste, mit Ausnahme eines zurückbehaltenenStückes, wieder nach Constantinopel gelangte.
Zwischen 1l40 und 1150 kam eine Partikel des Rockes (pur-tieulu üe tunicu Doiuini) in das Kloster Cappenberg in Westphalen.Ulhildis, die zur Zeit Heinrichs IV. lebende Mutter des Her-zogs Heinrich von Bayern, der die Tochter des Kaiser Lothar hei-rathete (so berichtet ein altes Document des Klosters, abgedruckt inden ^etis 88. 4ui>. I. 84-1). hatte sie mit andern Reliquien vonder Kaiserin von Constantinopel, ihrer Tante, erhalten. Durchihren Schwiegersohn Friedrich von Schwaben gelangte es an denGründer des Klosters Otto von Cappenberg. Jedenfalls ist auchdiese Partikel durchaus geschichtlich.
Die letzteren beiden Stücke führen uns wieder auf die Tunieavon Constantinopel. lieber sie berichtet als Augenzeuge Wilhelm vonBaldensel der sie im Jahr 1336 dort sah/) und die SchedelscheChronik") identificirt sie mit der Tunica von Zaphat und berichtet:
') Bei llanisius I.eot. ^ent. IV. 337 oil. Nies». I» Uno saora urbovilli sx mniilint» Ilamiui lmporutni i« mnKnam zoui-tom oonoi« I»nn>i-nivuo, '('unlonm v » m i n > i uo n n «u ti I si», itei» 8i>n»>;iam, tmla-mum od unum Linvum Oomini, Oorpu« Obi v«»stl>ini in, glnro»niias ^nnetorum i-oliguius venoi-nnlla«. Auch Hr. Biuterün hat jetztdiese Stelle angeführt S. 141.
') Augsbnrgische Ausgabe, durch Hansen Schönsperger. Bl. 169 »- Mansieht auch aus dieser Notiz, wie unbegründet das Vorgeben von derdamaligen allgemeinen Verbreitung der Trierer s. g. Tradition ist.Schede! spricht Bl. 26 b ff. weitläufig von Trier, 146 b von derHelena, ohne irgendwie des Rocks zu gedenke». Auch der vielgereisteFelir Fabri, der oft von der Helena spricht und genau weiß, wohinsie alles geschickt, der 1467 oder 68, Aachen die Heiligthümer verehrte(I. 476 II- 245), in Cbln, Straßburg war, auch von Trier allerleiberichtet (II. 267. 256. 252.) hat selbst in diesen Gegenden von derTrierer Tunica nichts gehört, und weiß nur von der zu Masphat(II 241), welchen bekannteren Namen er fürZrphat snbstituirt. Diefrüher gegebene Liste von Chroniken, die bloß die Zaphaler Tunicakennen, könnte leicht noch sehr vervollständigt werden. Wir machen