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1 (1827)
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204
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204 Predigt am sechs und zwanzigsten Sonntage nach Trinitatis.

werden vor ihm offenbarlich stehen, und niemand wird sich ver-bergen können.

Dieser Anblick solcher Herrlichkeit und Majestät wird so baldden Verdammten das größte Schrecken und Pein seyn, wie dieEpistel hievon gesaget hat, daß sie werden Pein leiden des ewi-gen Verderbens von dem Angesicht des Herrn:c. Denn woauch nicht mehr denn ein einiger Engel da wäre, so würdedoch der flüchtigen bösen Gewissen (wo es möglich wäre zuentfliehen,) keines vor ihm bleiben. Kann doch ein Dieb undSchalck nicht wol leiden, daß er vor einem menschlichen Richtersoll stehen; könnte er entgehen, so thäte er es viel lieber, auchallein darum, daß er öffentlich nicht zu Schanden würde, ge-schweige denn, so er soll hören das Urrheil des Todes über ihngehen. Was wird denn das für ein schrecklich Ansehen seyn, dadie Gottlosen nicht allein alle Engel und Creaturen, sondern denRichter in seiner göttlichen Majestät werden sehen, und hörendas Urtheil des ewigen Verderbens und höllischen Feuers ewig-lich über sie sprechen? Das sollte ja billig allein eine starcke,kräftige Warnung seyn, daß wir uns also darein schickten, alsChristen, daß wir mit Ehren und unerschrocken vor diesemHerrn der Majestät stehen möchten zu seiner Rechten, da keineFurcht noch Schrecken, sondern eitel ewiger Trost und Freudeseyn wird.

Denn er will alsdenn, spricht er hier selbst, so bald dieBöcke scheiden von den Schaafen, daß es vor allen Engeln, Men-schen und Creaturen öffentlich gesehen werde, welche seine fromme,rechtschaffene Christen gewesen, und dagegen auch die falschenHeuchler, sammt dem gantzen Haufen der gottlosen Welt-, welcheScheidung und Sonderung bis auf denselben Tag nicht kann inder Weltgeschehen, (auch in dem Haufen, da doch die KircheChristi ist); sondern müssen hier Gute und Böse unter einanderbleiben; wie diß Gleichniß von den Hochzeitgästen Matth. 22,10. saget; wie auch Christus selbst Judam hat müssen unterseinen Aposteln leiden; welches thut jetzt den Christen wehe,daß sie müssen bleiben mitten unter den unschlachtigen, ver-kehrten, bösen Leuten in der Welt, welches ist des Teufels ReichPhil. 2, 15.

Aber sie haben hier auch den Trost (wie in allem ihremLeide auf Erden,) dieses künftigen Tages des Gerichts, da Chri-stus wird solche Sondecung machen zwischen ihnen und dem an-dern Haufen; daß darnach keine falsche böse Menschen, ja auch