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1 (1827)
Entstehung
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50
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sc» Predigt am Sonntage Sexagesimä.

Welche Kraft des Teufels nicht alleine das bedeutet, daß die Her-tzen, durch weltlichen Sinn und Leben verhärtet, das Wort ver-lieren und fahren lassen, daß sie es nimmer verstehen noch er-kennen; fondern auch, daß anstatt Gottes Worts der Teufelfalsche Lehrer schickt, die es zertreten mit Menfchenlehre. Dennbeyderley hie stehet, daß der Saame am Wege zertreten und vonden Vögeln aufgefressen wird. Durch die Vögel deutet Christusselbst die Teufel, die das Wort wegnehmen und fressen, welchesgeschiehst, wenn er ihr Hertz abwendet und verblendet, daß sie esnicht vernehmen noch achten, wie St. Paulus 2. Tim. 4, 4.spricht: Sie kehren die Ohren von der Wahrheit und wenden sichzu den Mahrlein. Durch das Zertreten der Menschen versteheter die Menfchenlehren, welche in unferm Hertzen regieren; wie erauch Matth. 5, 13. sagt vom tummen Saltz, das hinaus ge-worfen und von den Leuten zertreten wird; das ist, wie St.Paulus sagt, 2. Thess. 2, 11: Sie müssen der Lügen glauben,weil sie der Wahrheit nicht gehorchet haben. Also gehören indiese Zahl alle Ketzer, Rottengeister und Schwärmer, die dasEvangelium fleischlich vernehmen und deutens nach ihrem Sinn,wohin sie wollen, die alle das Evangelium hören und doch keineFrucht bringen, ja, vielmehr durch den Teufel regieret, und här-ter von Menschenfatzungen unterdrücket werden, denn zuvor.Denn es ist gar schrecklich geredt, daß Christus hie spricht: derTeufel nehme das Wort aus ihrem Hertzen weg; damit er jazeugt, daß der Teufel über ihr Hertz mächtiglich regieret, ob siewol Christen heissen und das Wort hören. Item, es lautet auchjämmerlich, daß sie zertreten werden, und müssen den Menschenunterthan seyn in ihren verderblichen Lehren, durch welche doch,unter dem Schein und Namen des Evangelii, der Teufel dasWort fein von ihnen nimmt, daß sie es nimmermehr verstehen,noch selig werden, sondern ewiglich müssen verloren seyn, wiejetzt unsere Schwärmer auch thun in allen Landen. Denn wobiß Wort nicht bleibt, da ist keine Seligkeit, und hilft sie nichtgrosse Wercke oder heiliges Leben; denn mit dem, daß er spricht:Sie werden nicht selig, weil das Wort von ihnen kommt, zeugeter starck genug, daß nicht die Wercke, sondern der Glaube durchsWort allein selig mache, wie Paulus zum Römern 1, 16. sagt:Es ist eine göttliche Kraft, selig zu machen alle, so daran gläuben.

Die andern sind, die es mit Freuden annehmen; aber siebeharren nicht. Dieser ist auch ein grosser Haufe, die das Wortrecht vernehmen und rein fassen, ohne alle Secten und Rotten