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6 (1898) Englische Fragmente Reisebilder : 2
Entstehung
Seite
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226 Ncisebilder II.

zahl seiner Schwingungen, Ebenfalls in betreff der Jndenbillbefindet sich in der damaligen Hardwieke-Zeitnng ein Brief des DoktorBirch an Herrn Philipp Park, worin jener sich äußerte, daß all dieserLärm wegen der Judenbill nur einen Einflnß ans die nächstjährigenWahlen beabsichtigt," (Hört! Man lacht,) Es geschah damals, wiedergleichen auch in unserer Zeit geschieht, daß ein vernünftiger Bischofvon Norwich zu gunstcn der Judenbill aufgetreten, Or, Birch er-zählt, daß dieser bei seiner Zuriickkunft in seinen Kirchsprengel jenerHandlung wegen insultiert worden;als er nach Jpswich ging, umdort einige Knaben zu konfirmieren, ward er unterwegs verspottetund man verlangte von ihm beschnitten zu werden;" auch annon-cierte man,daß der Herr Bischof nächsten Samstag die Indenkonfirmieren und tags darauf die Christen beschneiden würde,"(Man lacht,) So war das Geschrei gegen liberale Maßregeln inallen Zeitaltern gleichartig unvernünftig und brutal, (Hört ihn, hörtihn!) Jene Besorgnisse in Hinsicht der Juden vergleiche man mit demAlarm, der in gewissen Orten durch die Bill für die Katholiken erregtwurde. Die Gefahr, welche man befürchtete, wenn den Katholikenmehr Macht eingeräumt würde, war ebenso absurd; die Macht Un-heil anzurichten, wenn sie dazu geneigt waren, konnte ihnen durchdas Gesetz in keinem so hohen Grade verliehen werden, wie sie jetztsolche eben durch ihre Bedrückung selbst erlangt haben. Diese Bedrückungist es, wodurch Leute wie Herr O'Connell und Herr Sheil so einfluß-reich geworden sind. Die Nennung dieser Herren geschehe nicht um sieverdächtig zu machen; imGegcnteil, man muß ihnen Achtung zollen, undsie haben sich um das Vaterland Verdienste erworben; dennoch wäre esbesser, wenn die Macht vielmehr in den Gesetzen als in den Händen derIndividuen, seien diese auch noch so achtnngswert, beruhen möchte. DieZeit wird kommen, wo man den Widerstand des Parlaments gegenjene Ncchtseinräumnng nicht bloß mit Verwunderung, sondern auchmit Verachtung ansehen wird. Die religiöse Weisheit eines früherenZeitalters war oft der Gegenstand der Verachtung bei den nach-folgenden Generationen. (Hört! hört!)