Die Emcmcipation der Katholiken.
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bei ihm knren, er weiß alles und thut nichts, und verläßt sich imschlimmsten Falle auf sciuen Oberschnurren Wellington.
Mau verzeihe mir, daß ich in flipprigem Tone eine Streitfragebehandle, von deren Losung das Wohl Englands und daher vielleichtmittelbar das Wohl der Welt abhängt. Aber eben je wichtiger einGegenstand ist, desto lustiger muß man ihn behandeln; das blutigeGemetzel der Schlachten, das schaurige Sichelwetzen des rvodes wärenicht zu ertragen, erklänge nicht dabei die betäubende türkische Musikmit ihren freudigen Pauken und Trompeten. Das wissen die Eng--ländcr, und daher bietet ihr Parlament auch ein heiteres Schauspieldes unbefangensten Witzes und der witzigsten Unbefangenheit; beiden ernsthaftesten Debatten, Ivo das Leben von Tausenden und dasHeil ganzer Länder auf dem Spiel steht, kommt doch keiner vonihnen auf den Einfall, ein deutsch-steifes Landständegcsicht zu schneiden,oder französisch-pathetisch zu deklamieren, und wie ihr Leib, so ge-bärdet sich alsdann auch ihr Geist ganz zwanglos, Scherz, Selbst-Persiflage, SarkaSmcn, Gemüt und Weisheit, Malice und Güte,Logik und Werse sprudeln hervor im blühendsten Farbenspiel, so daßdie Annalcn des Parlaments uns noch nach Jahren die geistreichsteUnterhaltung gewähren. Wie sehr kontrastieren dagegen die öden,ausgestopften, löschpapiernen Reden unserer süddeutschen Kammern,deren Langweiligkeit auch der geduldigste Zeitungsleser nicht zu über-winden vermag, ja deren Duft schon einen lebendigen Leser ver-scheuchen kann, so daß wir glauben müssen, jene Langweiligkeit seigeheime Absicht, um das große Publikum von der Lektüre jenerVerhandlungen abzuschrecken und sie dadurch trotz ihrer Öffentlichkeitdennoch im Grunde ganz geheim zu halten.
Ist also die Art, wie die Engländer im Parlamente die katholischeStreitfrage abhandeln, wenig geeignet, ein Resultat hervorzubringen,so ist doch die Lektüre dieser Debatten um so interessanter, weil Faktamehr ergötzen als Abstrattionen, und gar besonders amüsant ist es,wenn fabelgleich irgend eine Parallelgeschichte erzählt wird, die dengegenwärtigen, bestimmten Fall witzig persifliert, und dadurch viel-leicht am glücklichsten illustriert. Schon bei den Debatten über dieThronrede, am 3. Februar 182S, vernahmen wir im Oberhansceine jener Parallclgeschichten, wie ich sie oben bezeichnet, und die ichwörtlich hierhersellei hvicl. UarliarnsiUarv Iristorz- nncl rsvisvclurinA tsts ssssion ok 182S—26. UaZ-. 31.)
„Lord King bemerkte, daß, wenn auch England blühend undglücklich genannt werden könne, so befänden sich doch sechs MillionenKatholiken in einem ganz andern Zustande jenseits des irländischenKanals, und die dortige schlechte Regierung sei eine Schande fürunser Zeitalter und für alle Briten. Die ganze Welt, sagt er, istjetzt zu vernünftig, um Regierungen zu entschuldigen, welche ihre