William Ratclisf,
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Margarethe. Ist Püppchcn auch verliebt?
Maria. Verliebt? verliebt?
O, das ist dumm. Mau muß sich leiden können.
Margarethe. Man sprach nicht immer sv. Als William Ratclisf —Maria Mit ihr ängstlich den Mund znz. O, bitte, bitte, bitte, sprich nicht Nils
Den bösen Namen, es ist Nacht und spat —
Margarethe. Mein Püppcheu war verliebt.
M a ria. Ach nein! Im Aufaug
Da schien er lämmchcnsauft, und sein GesichtDas schien mir sv bekannt, und seine StimmeKlang mir sv weich, und auch sein OdemThat meiner Wange heimlich lvvhl, sein AugeDas schaute gar zu spaßhaft lieb und frvmm — (zusainincnschnncrnd)Dvch plötzlich sah er ans wie ein Gespenst,
Sv blaß, sv starr und wild verzerrt und blutig,
Und drvhend grimm, als wollt' er mich ermvrdcn —
Er sah fast ähnlich jenem Nebelmann,
Der vft im Traum die Arme nach mir ausstreckt,
Und mich so lang' entsetzlich zärtlich anschaut,
Bis daß ich selbst ein lnft'ges Bildnis werde,
Und ncblicht selbst ausbreite meine Arme.
Margarethe. Du bist doch just wie deine sel'gc Mutter;
Sie that sv bös und dvch wie eine Katz'
War sie verliebt in Ratclisf —
Maria. Wie, in Ratclisf?
Margarethe. In Edward Ratclisf, William Natcliffs Vater —O, deine Mutter war sv hübsch, sv hübsch!
Sie hieß SchömBetty. Locken hatte sieWie pures Gvld, und Häud' wie Marmelstein,
Und Augen, — v die kannte Edward Ratclisf!
Der sah den ganzen Tag hinein, und hatSich fast die eignen Augen auSgegnckt —
Und singen kvnnt' sie wie die Nachtigall;
Und wenn sie an dem Herde saß und sang: (Sic singt.)
„Was ist von Blut dein Schwert so rot, Edward? Edward?"Sv blieb die Köchin still stchn, und der BratenVerbrannte jedesmal — Ach Gott! ich wvllte,
Ich hält' ihr nie das böse Lied gelehrt. (Sic weint.)
Maria. O, liebe Margareth, v erzähl' mir das.
Margarethe. Schön Betty, deine Mutter, saß alleinUnd sang: (Sie singt.)
„Was ist von Blut dein Schwert sv rot, Edward? Edward?" —Da sprang ins Zimmer plötzlich Edward Ratclisf,
Und sang im selben Tone trotzig weiter: (Sie singt.)