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4 (1898) Shakespeares Mädchen und Frauen Tragödien
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Tragödien,

Der Hauch des ZcPhyrS und deS Baches Murmeln,

Und meiner eignen Brust geheimes Seufzen!

Wie Kinder jauchzten wir und spielten nur.

Wir suchten uns und fanden uns im Garten.

Sie gab mir Blumen, Myrten, Lacken, Küsse;

Die Küsse gab ich doppelt ihr zurück.

Und endlich sank ich hin vor ihr aufs Knie,

Und bat: O sprich, Maria, liebst du mich? lBcrmilt in Träumerei.!Lrsley. Da hätt' ich dich dach sehen mögen, Ratcliff,

Die starken Fäuste bittend fromm gefaltet,

Das funkelnd wilde Aug' sehnsüchtig schmachtend,

Und zärtlich sanft die Stimm', die auf der Landstraß'Dem reichen Lord so schrecklich ins Gehör schallt.

Nittrliff (mild ausbrechend).

Verfluchte Schlang'! Mit seltsam scheuen Blicken,Und Widerwillen fast, sah sie mich au,

Und höhnisch knixend sprach sie frostig: Nein!

Noch hör' ich's lachen unter mir: Nein! nein!

Noch hör' ich's seufzen über mir: Nein! nein!

Und klirrend schlagen zu des Himmels Pforte!

Lcslry. Das war ja ganz infam und niederträchtig.

Rntrliff. Mac-Gregors Schloß verließ ich, und ich reisteVon dort nach London; im Gewühl der HauptstadtDacht' ich des Herzens Qual zu übertäuben.

Ich war mein eigner Herr, denn meine ElternVerlor ich früh, noch eh' ich sie gekannt Hab'.

Schlecht, schlecht gelang mir der Betäubuugsplan.

Portwein, Champagner, alles wollt' nicht fruchten;

Nach jedem Glase ward mein Herz betrübter.

Blondinen und Brünetten, keine könnt'

Forttändeln und fvrtlächclu meinen Schmerz.

Sogar beim Faro fand ich keine Ruh'.

Marias Aug' schwamm auf dem grünen Tische;

Marias Hand bog mir die Parolis;

Und in dem Bild der eckigen Coeur-DameSah ich Marias himmelschöne Züge!

Maria war's, kein dünnes Kartenblatt;

Maria war's, ich fühlte ihren Atem;

Sie winkte: ja! sie nickte: ja! — va Uungusl —

Zum Teufel war mein Geld, die Liebe blieb.

Leslcy flacht). Ha! ha! da zogst du ans dem Stall dein Richstein,Schwangst dich hinauf, wie's Schottlands Rittern ziemt,

Und wie die Ahnen, lebtest du vom Stegreif.

Die Liebe ist dir jetzt gewiß vergangen;