(ZV Tragödien.
Und weil mein Häuschen hübsch versteckt im Wald liegt,
Beherberg' ich nur große Herrn wie Ihr,
Die gerne das Inkognito behaupten,
Am Tage schlafen und des Abends ausgehn.
Ich gebe TagSquarticr statt Nachtquartier.
Ja, einst mvndsüchtelte ich auch, und schwärmte
(macht eine Fingerbcwcgnng)
In fremde Häuser und in fremde Taschen.
Doch nie Hab' ich's so toll gemacht wie diese.
(Er zeigt nach den Schlafenden.)
Seht diesen Fnchskopf. Das ist ein Genie!
Der hat ein angeborenes GelüsteNach fremdeil Taschentüchern. Stiehlt wie'n Rabe.
Ei, seht, wie er im Schlafe hastig fingert!
Er stiehlt sogar im Traum. Seht nur, er schmunzelt.
Der Lange dort mit magern HeuschreckbeincnWar einst ein Schneider, mauste anfangs Läppchen,
Bald aber Lappen, endlich Stücke Tuch.
Mit Not ist er dem Hängen einst entronnen;
Seitdem hat er das Zucken in den Beinen.
Seht, wie er zappelt! O, ich weit', er träumtVon einer Leiter, wie der Bater Jakob.
Doch seht mal dort den alten dicken Robin,
Wie er so ruhig liegt und schnarcht, und, ach!
Der hat scholl zehn Mordthaten auf der Seele.
Ja, wenn er noch katholisch wär', wie wir,lind absolvieren könnt'! Er ist ein Ketzer,lind nach dem Hängen muh er dort noch brennen.
Nlttrliff (ist immer unruhig im Zimmer auf und ab gegangen und ficht be-ständig nach der Uhr).
Glaubt's nicht, der alte Robin wird nicht brennen.
Dort oben giebt es eine andre Jury,
Als hier in Großbritannien. Rvbin ist
Ein Mann; und einen Mann ergreift der Zorn,
Wenn er betrachtet, wie die Pfennigseclen,
Die Buben, oft im Überflüsse schwelgen,
In Saint lind Seide schimmern, Austern schlürfen,
Sich in Champagner baden, in dem Bette
DeS Doktor Grahams ihre Kurzweil treiben,
Jll goldncn Wagen durch die Straßen rasseln,
Und stolz hcrabsehn auf den Hungerleider,
Der mit dem letzten Hemde unterm Arm
Langsam und seufzend nach dem Leihhaus wandert. (Biticr lachend.)
O seht mir doch die klugen, satten Leute,