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4 (1898) Shakespeares Mädchen und Frauen Tragödien
Entstehung
Seite
58
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L8 Tragödien.

Douglas. Bei Gott! der Mensch ist kühn! Den möcht' ich treffen.Mac-Grcgor. Er war's gewiß, den Ihr schon habt getroffenIne Wald bei Jnverneß. Nur wundr' ich mich,

Daß keiner meiner Späher ihn geschn;

Denn, Graf, ich Hab' dafür gesorgt, daß ichNicht Euren Namen auch zu fetzen brauche

Aus daS Gedttchtniskreuz am Schwarzenstein. (Er geht ad.)

Dritter Auftritt.

Douglas allein.

Douglas. AnS Klugheit hat's Mac-Gregor mir verschwiegenBis nach der Trauung. O, das ist ein Fuchs!

Doch messen möcht' ich mich mit jenem Trotzkopf,

Der finster grollend stets Marien ängstigt.

Mir soll er nicht den Ring vom Finger ziehen,

Denn wo mein Finger ist, ist auch die Hand.

Ich liebe nicht Marien, und ich binAuch nicht geliebt von ihr. Die KonvenienzHat unfern heut'gen Ehcbund geschlossen.

Doch herzlich gut bin ich dem sanften Mädchen.

Ich möcht' von Dornen ihre Pfade säubern

vierter Auftritt.

LcSley, im Mantel gehüllt und sich vorsichtig umsehend, tritt herein.Douglas, Lesley.

ues letz. Seid Ihr Graf Donglas?

Douglas. Ja, ich bin's, was wollt Ihr?

Lcsle» ( gicbt ihm einen Brief). So ist au Euch dies niedliche Bittet.Douglas (hat den Brief gelesen).

Ja, ja! Sagt ihm, ich komm'. Am Schwarzenstein! ( Beide gehen ab.)

Fünfter Auftritt.

Diebesherbcrge. Im Hintergrunde liegen schlafende Menschen. EinHeiligenbild hängt an der Wand. Die Wanduhr pickt.Abenddämmerung.

William Natcliss siht brütend in einer Ekle des Zimmers. In der andernElke siht Tom, der Wirt, und hält sein Söhnchen Willie zwischen den Kniccil.

Tom (leise). Willie, kannst du das Vaterunser sagen?

Willic (lachend und laut). Wien Donnerwetter.