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4 (1898) Shakespeares Mädchen und Frauen Tragödien
Entstehung
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34
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L4 Tragödien.

Sprach' ich ihn auS, müßt' Eblis selbst erblassen,

Die Sonne müßt' erschrocken rückwärts eilen,

Die Toten kröchen zitternd aus den Gräbern,

Und Mensch und Tier und Bäume würden Stein. (Stürzt fort.)(Auleima, die bis seht verhüllt und unbeweglich stand, wirft sich nieder vor demChristusbildc. Ein Kirchenlied singend, ziehen Mönche mit Kirchenfahncn undHeiligenbildern in Prozession vorüber.)

Waldgegend.

Der Chor. Es ist ein schönes Land, da? schöne Spanien,Ein großer Garten, wo da prangen Blumen,

Goldäpfel, Myrten; — aber schöner nochPrangten mit stolzem Glanz die Maurenstädte,

Das edle Maurentum, das Tarik einstMi t starker Hand auf span'schen Boden pflanzte.

Durch manch Ereignis war schon früh gediehnDas junge Reich; es wuchs und blühte aufIn Herrlichkeit, und überstrahlte fastDes alten Mutterlands ehrwürd'ge Pracht.

Denn als der letzte Omajad' entrannDem Gastmahl, wo der arge AbassideDer Omajaden blut'ge LeichenhaufenZu Speisetischen höhnend aufgeschichtet;

Als Abderrham nach Spanien sich gerettet,

Und wackre Mauren treu sich angeschlossenDem letzten Zweig des alten Herrscherstamms: —Da trennte feindlich sich der span'sche MvSiemBvm Glnubensbrnder in dem Morgenlande;

Zerrissen ward der Faden, der von Spanien,

Weit übers Meer, bis nach Damaskus reichte,

Und dort geknüpft war am Kalifenthron;

Und in den Prachtgebäudcn CordovasDa wehte jetzt ein reinrer Lebensgeist,

Als in des Orients dumpfigen Haremen.

Wo sonst nur grobe Schrift die Wand bedeckte,

Erhub sich jetzt in freundlicher VerschlingungDer Tier- und Blnmenbilder bunte Fülle;

Wo sonst nur lärmte Tamburin und Zimbel,

Erhub sich jetzt beim Klingen der GuitarreDer Wehmntsang, die schmelzende Romanze;

Wo sonst der finstre Herr mit strengem BlickDie bange Sklavin trieb zum Liebesfron,

Erhub das Weib jetzund sein Haupt als Herrin,