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2 (1827)
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188
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188 Von der Einsetzung des Osterlamms w.

als Sodom und Gomorra. Zum andern, daß er auch Weissagungund Prophezeihung von Christo führet. In diesen Heyden Stü-cken soll Moses mein Lehrer und Prediger seyn.

Aber wie er die Jüden regieret, daß sie dieses essen und je-nes trincken sollen, item, was sie für Kleider tragen und wie siefreyen sollen, das gehet mich nichts an.

Denn es sollte alles nicht länger währen, denn bis der an-dere Lehrer käme, der da eine andere Lehre bringen würde, wiedenn Psalm 2, 7. davon saget, er solle von einer solchen Weisepredigen: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget^u. s. w. Das soll derselbige Lehrer herausstreichen und im Mauleführen, das sonst Moses in der Feder gehabt hat. So nehmenwir nun Mosen an als einen Zeugen von Christo und halten unsnach seinen Exempeln, auf daß wir ein Fürbild und Spiegel einesChristlichen Glaubens und Wandels draus nehmen, und gehetuns Moses als ein Gesetzgeber nichts an.

So wollen wir denn nun hören, wie man das Osterlammessen solle, und was wir für Exempel darinnen haben. Wirhören, wie um diese Zeit Gott den Kindern von Israel das öster-liche Fest habe eingesetzet und ihnen geboten, daß sie das Oster-lämmlein leiblich essen sollten, und er sie dieselbe Nacht ausEgyp-X ten in die Wüsten geführet und aus dem Diensthause Egypti er-löset habe.

Die Jüden haben diesen feinen Brauch gehabt, daß sie dasJahr nach den Monden zehlen; wir thun das Gegenspiel. Denneuen Mond heissen sie, wenn das Licht angehet, wie die Bau-ern und der gemeine Mann davon redet im Calender, wenn derMond angehet, neu ist, oder wenn er zur Hälfte, oder gar vollist. Und haben die Jüden für den ersten Mond des Jahres ge-halten den Abib, das ist bey uns der April, wenn alle Dinge an-heben neu zu werden, als in der Fasten, wenn das Gras unddie Bäume ausschlagen, und das heissen sie auf Hebräisch denNeuenjahrsmond. Wiewol nichts daran lieget, wo du ansähest.Aber sie waren also im Gesetze verbunden, daß sie mit dem Mon-den mußten das Jahr anfangen. So war nun ihr erster Mondund Jahrstag mit dem Mertz, oder wenn unser April ansähet,darnach der neue Mond anstehet, um die Zeit, wenn es grünewird, um die Fasten-Zeit.

Zehn Tage sollen sie zählen von dem neuen Mond, das ist,da das erste Viertheil des Monds weg war; im selben Mondensollte ein jeglicher Hauswirth ein Schaf zu einem Hause nehmen