Druckschrift 
2 (1827)
Entstehung
Seite
33
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Von der ersten Verheissung. .>3

desselben hat er empfangen, da er gehöret hat, daß des SatansTyrannei) sollte zutreten und zerstöret werden.

Darum fasset dieser Spruch zugleich in sich die Erlösungvom Gesetz, Sünde und Tod, und zeiget eine klare und gewisseHoffnung der Auferstehung und Erneuerung im andern Lebennach diesem. Denn, so der Schlange Kopf soll zutreten werden,so muß ja auch der Tod aufgehaben und getilget werden. Sollnun der Tod vertilget werden, so muß auch das, dadurch der Todverdienet ist, aufgehaben werden, das ist die Sünde. Soll nundie Sünde auch aufgeraumet werden, so muß auch das Gesetzaufhören. Und geschiehet das nicht allein, sondern es wird auchzugleich mit erstattet der Gehorsam, so verloren ist.

Weil nun dieses alles in und durch diesen Saamen verheis-sen wird, so ist es klar und offenbar, daß die menschliche Naturnach dem Fall durch ihr Vermögen und eigene Kräfte nicht dieSünde, noch die Strafe um der Sünde willen wegzunehmen,noch dem Tod zu entgehen, noch zum verlornen Gehorsam wiederzu kommen vermocht hat; denn darzu gehöret eine grössere Kraftund grössere Stärcke, denn Menschen haben. Darum hat Got-tes Sohn müssen ein Opffer werden, daß er für uns solches aus-richtete und erwürbe, daß er die Sünde wegnähme, den Todverschlänge und den verlornen Gehorsam wieder brächte.

Solcher Schätze in Ehristo seyn wir mächtig und besitzensie, aber in Hoffnung. Und also lebet und überwindet durchdie Hoffnung Adam, Heva und alle Gläubigen bis an den Jüng-sten Tag. Es ist ja der Tod schrecklich und ein unüberwindli-cher Tyrann-, aber Gottes Kraft und Gewalt machet aus dem,das alles ist, nichts, wie sie wiederum alles Macht aus dem,so nichts ist. Denn siehe Adam und Heva an, die feyn vollSünde und Todes; jedoch, weil sie hören die Verheissung vomSaamen des Weibes, der der Schlange Kopf zutreten sollte, sohoffen sie eben das, so wir hoffen, nemlich, daß der Tod wirdaufgehaben, die Sünde vertilget und Gerechtigkeit, Leben, Frie-de, zc. wieder gebracht werden. In dieser Hoffnung leben undsterben die ersten Eltern, und seyn auch um dieser Hoffnungwillen wahrhaftig heilig und gerecht.

So leben wir auch in dieser Hoffnung, und wenn wir ster-ben, behalten wir um Christi willen diese Hoffnung des Lebens,auf welche uns das Wort weiset, weil es uns Heisset auf desHerrn Christi Verdienst und Wohlthaten trauen und gläuben.Denn auf eine solche Vollkommenheit, daß wir gantz und garII,