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2 (1827)
Entstehung
Seite
31
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Von den Folgen des Sündenfalls. 31

diesem Baum. Eben also fühlen fast die Sunde die Leute, soin Verzweifelung fallen, welche, so sie zur Erkenntniß ihrer Sün-den kommen, erhencken sie sich entweder selbst, oder lästern Gott,wie man von Hiob weiß, daß er Cap. 3, 3. 11. spricht: Ver-flucht sey der Tag, darinnen ich geboren bin; warum bin ichnicht gestorben von Mutter-Leib an u. s. w. Denn sie gebenGott die Schuld, daß sie gesündiget haben, werden ungeduldigund murren wider Gott, daß er sie zum Tod und Verdammnißerschaffen habe. Denn ein Mensch kann anders nichts thun,wenn die Hoffnung der Vergebung und Verheißung der Gnadenicht da ist. Denn weil der Tod der Natur unleidlich ist, somachet er Verzweifelung und Gotteslästerung.

Darum seyn diese Worte.- Das Weib, das du mir zuge-than hattest, u. s. w. voll Unwillens und Zorns wider Gott, alswollte er sagen.- Diesen Unrath treibest du selbst auf mich; hat-test du dem Weib etwa einen eigenen Garten gegeben und michnicht beschweret, bey ihr zu wohnen, so wäre ich wol ohne Sün-den geblieben; daß ich aber nun gesündiget habe, ist deine Schuld,der du mir das Weib zugethan hast.

Also wird Adam hier vorgestellt zum Fürbild aller, die dasündigen, und in Sünden verzagen. Denn sie können andersnichts thun, denn Gott anklagen und sich entschuldigen, sintemalsie sehen, daß Gott allmachtig ist und solchen Sünden hatte weh-ren können. So ein schrecklich Ding ist es um die Sünde, wodie Hertzen nicht zu rechter Zeit mit der Verheißung der Verge-bung der Sünden aufgerichtet und getröstet werden. Und rich-tet solches das Gesetz aus, wenn es allein ist, ohne das Evange-lium und Erkenntniß der Gnade, nemlich, daß es endlich führetzur Verzweifelung und Unbußfertigkeit.

Nun folget v. 13. auch das Exempel von Heva, welche,nachdem sie durch die Sünde verderbet ist, nichts besser ist, dennAdam, der da für unschuldig wollte gehalten werden und warfdie Schuld auf Gott, daß er ihm hatte das Weib zugethan.Hier will sich Heva auch entschuldigen und giebet die Schuld derSchlange, welche auch Gottes Ereatur war, und bekennet ja,daß sie den Apffel gegessen habe; aber die Schlange, spricht sie,die du geschaffen und im Paradies hast lassen umhergehen, hatmich betrogen. Heißet das nicht, seinen Schöpffer anklagen unddie Schuld von sich ablehnen?

, So sehen wir, daß Adam und Heva also in die Sünde ge-fallen und versencket sind, daß sie nicht konnten tiefer hinein kom-