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hierin gleich. Die Lebensart der Fabrikarbeiter kann Einstich darauf haben? alleinMunster, der größte Thcil von Trier, und mehr als die Hälfte von Kleve und Erfurthaben wenig Fabriken, und es müssen daher auch andre Ursachen hierzu würken. Diegeringste Sterblichkeit war dagegen an der Ostsee, wo nur Stralsund eine nicht sehrerhebliche Ausnahme macht, und nächstdcm in Bromberg, Marienwerdcr und Gum-binnen. Merkwürdig und schwer zu erklären ist die verhältnißmäßig große Sterblich-keit im Regierungsbezirke Oppeln; man kann sie weder dem häufigen Genüsse desBrantweins, noch der Abgeneigtsten gegen ärztliche Hülfe zurechnen; beides findetin gleichem Maaße in Bezirken statt, wo die Sterblichkeit viel geringer ist.
Sehr wahrscheinlich hängt die größre Sterblichkeit auch mit der Fruchtbarkeitder Ehen zusammen: bei gleicher Wohlhabenheit oder Armuth haben die zahlreichstenFamilien die wenigsten Mittel zur Pflege. Allein auch diese Ursache würkt wenigstensnicht allgemein. In Bromberg kamen 4613, in Köln 4,627 Neugeborne auf 1,000Trauungen: die Fruchtbarkeit der Ehen scheint dal^cb in beiden Regierungsbezirkengleich zu seyn. Demohngeachtet ist die Sterblichkeit sehr verschieden: gegen 1,606Gcborne starben in Bromberg 562, in Köln 886- Im Allgemeinen scheinen in denbeiden Rhein-Provinzen und im Großherzogthumc Posen die Ehen fruchtbarer zusein, als in den übrigen Provinzen des Staats. Bei den sehr vechchiednen Verhält-nissen beider Landeötheile müssen sehr verschiednc Ursachen hier dieselbe Würkung her-vorbringen. Ordnet man die Regierungsbezirke in dieser Rücksicht nach den Erfah-rungen des Jahres 1817, so ergiebt sie nachstehende Rcihcfolge.
Gegen 1,000 ncugcschloßne Ehen kommen ehelich Ncugebornc in den Bezirken
1. Trier 5,953
2- Koblenz . . . 5,475
Z. Achcn .... 5,374
4. Düsseldorf. . 4,733
5. Köln 4,627
6. Bromberg. . 4,613
7. Kleve 4,349
8. Posen 4,142
9. Marienwerdcr 3,897
10. Reichenbach 3,867
11. Oppeln. . . 3,846
12- Stralsund. Z,801
13- Merseburg Z,763
14- Minden . . 3,704
15. Liegnitz . . 3,691
16. Gnmbinncn 3,683
17. Königsberg 3,58218- Köslin. . . 3,579
19- Erfurt 3,508
20. Danzig 3,493
21. Breslau 3,433
22. Münster 3,478
23. Frankfurt 3,343
24. Arnsberg 3,328
25.
26-
Stettin 3,197
Potsdam mit Berlin 3,04527- Magdeburg. 2,986
Indessen ist zu viel Zufälliges grade in diesen Verhältnissen, um aus den Er-fahrungen eines einzelnen Jahres etwas Sichres herleiten zu wollen.
Eine Gemeine, die ihre Wohnungen mit einer Mauer umgab, um sie selbstzu vertheidigcn, bildete im Mittelalter einen städtischen Verein. Aus diesem Ver-hältnisse ging alles hervor, was die Stadt vom Lande unterschied. Man mußte sichbemühen, mit der möglich kürzesten Mauer die möglich größte Anzahl von Wohnun-gen einzuschließen, um an den Anlagekostcn zu sparen, und der Bürgerschaft dieVertheidigung zu erleichtern. Daher schmale hohe Häuser, enge Straßen, sorgsameBenutzung jedes Platzes. Nur eine geringe Anzahl Landwirthe kann dicht beisammenwohnen, weil die Bearbeitung entfernter Felder bald zu kostbar wird: daher dieNothwcndigkcit zur Fabrikation und vornämlich zum Handel zu greifen, der ohnehingegen Plünderung gesicherte Waarenlager bedarf. So entstand, was man städtische
Nah-