Jahre 460) starb Herzog Johann Wilhelm von Kleve, Jülich nnd Berg, undim Jahre 46: 8 Herzog Albert Friedrich von Preußen: beide hinterließen keine männ-lichen Nachkommen, und der Kurfürst Johann Siegmund, Markgraf von Branden-burg, beerbte jenen zum Theil, diesen ganz. Die Vereinigung von Preußen, Bran-denburg und Kleve ward die Grundlage des preußischen Staats, der seitdem Meine!am Ausflüsse des kurischcn Hafs, Marienwerdcr, sonst zu Ostpreußen gehörig, an derWeichsel, Vlotho an der Weser, und Emmerich am Rheine besitzt. Zwei Jahrhun-derte find vergangen, ohne die Spuren dieses Ursprunges zu verlöschen. An Bran-denburg haben sich seitdem Pommern, Magdeburg, Schlesien und sächsische Landcs-theile angeschlossen. Preußen ist mit den Städten und Landschaften wieder vereinigt,die der Thoruer Friede im Jahre 4466 davon trennte, und hangt wieder, wie in denschönsten Tagen des deutschen Ordens, mit der Ncumark zusammen. Die Lander ander Netze, mittlem Warte, und dem Obra, von Wcstpreußen, der Neumark undSchlesien umgeben, der Zufluchtsort der evangelischen Schlcsicr wahrend des dreißig-jährigen Krieges, längst durch vielfache Gcwerbsverhältnisse mit Schlesien, Bran-denburg und Prcusien >w>-bin,dei, s,„d nun Ulich preußischen Staate einverleibt.Die gcthciltc klevische Erbschaft ist wieder verbunden, und erweitert durch den Nach-laß der aufgehobenen Stifter Köln, Trier und Münster. Dcmohngeachtet ist dieEntstehung des Staats aus drei entfernten und ganz vcrschiedncn Landern noch sehrkenntlich, und giebt allen seinen Verhältnissen eine eigenthumliche Richtung. Diezerstreute Lage der Provinzen des preußischen Staats hat ihn nicht gehindert, dieStellung zu erreichen, die er seit dem achner Frieden vom Jahre 4748 einnimmt: sieist ein wesentliches Bildungsmittel für ihn geworden; und er verdankt ihr keineswegesblos glücklich bcstandnc Gefahren.
Der ganze Flächeninhalt des preußischen Staats beträgt nach einer neuen beidem statistischen Büreau angelegten Berechnung
5,028,-«° geographische Quadratmeilen,oder 4,862,--»? preußische Quadratmcilcn,oder 408,065,658 preußische Morgen.
Die geographische Meile, ein Funfzehnthcil des mittlem McridiangradeS, istauf den Grund der bisher bekannten Gradmessungen hier zu 4,966,-°-- preußischenRuthen angenommen, welche nach der Maaß- und Gewicht-Ordnung von: 16. Mai4846 genau mit der in ganz Deutschland bekannten rheinländischcn Ruthe überein-kommen. Die geographische O.uadratmeile enthält demnach 3,868,262,» Quadrat-ruthen, oder 24, 490, -»6 preußische Morgen, welche sonst auch unter der Benennung„m agdeburgsche Morgen" bekannt sind, und 480 preußische Quadratmthenenthalten»
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