jedoch ist bei denselben größtenthcils der eine oder der andere Theil, oft beide, schonfrüher einmal verheirachet gewesen. Insbesondere kann man annehmen, daß Jung-frauen nach dem 30- Jahre selten noch Gelegenheit finden sich zu vcrheirathen; undes ist daher sehr wahrscheinlich, daß über ein Viertheil der im Jahre 1817 neu vcr-heiratheten Frauen aus Witwen bestand.
Auch wo Nahrungssorgen die Heirathen nicht verspäten, veranlassen doch Ver-fassung und Sitte, daß die Männer in der Regel erst zwischen dem 24- und 30 Jahrehcirathcn. Die mehrsten Jungfrauen werden dagegen zwischen dem 18. und24. Jahre verheirachet. Obwohl mehr Knaben als Mädchen geboren werden: sostirbt dieser Uebcrschuß doch sehr frühe weg, und die Zahl der Jungfrauen zwischen18 und 24 Jahren ist bedeutend großer als die Zahl der jungen Männer zwischen 24und 30 Jahren. Schon deshalb müssen viel Jungfrauen unverehlicht bleiben. Mitder Bevölkerung wächst aber auch die Schwierigkeit, einen neuen Haushalt anzufan-gen, und das Heirathen der Männer wird dadurch insbesondere verspätet: auch wer-den viele Männer dadurch gcnöthigt, Wittwen zu hcirathcn, mit welchen sie einebereits eingerichtete Wirthschaft erhalten. Aus beiden Gründen nimmt die Zahl derFrauenzimmer zu, weiche unverehlicht bleiben müssen.
Gegen 112,173 neue Ehen sind 420,606 Kinder in der Ehe erzeugt worden.Beide Zahlen verhalten sich, wie 10,000 zu 37,496 oder beinahe wie 4 zu 15.Konnte man das Jahr 1817 für ein Mitteljahr annehmen, in welchem keine besondreVeranlassung weder die Hcirathcn noch die Geburten ungewöhnlich vermehrt odervermindert hätte; so würde hieraus folgen, daß überhaupt in vier stehenden Ehen15 Kinder erzeugt würden, oder daß auf jede Che im Durchschnitte noch nicht völlig4 Kinder kämen.
Die Anzahl der durch den Tod aufgclößten Ehen ergiebt sich aus den eingehen-den Tabellen nicht. Die Anzahl der, wenn auch rechtlich fortbestehenden, doch durchfreiwillige Trennung erfolglos gemachten Ehen ist ihrer Natur nach keiner Aufnahmefähig. Die 'Anzahl der durch richterliches Erkenntniß getrennten Ehen kann auch nurannähernd in runder Summe auf 3,000 angegeben werden; Folgerungen daraus sindnur mit Berücksichtigung der besonder» Provinzialverhältnisse zu ziehen.
Gestorben sind in: Jahre 1817, Personen
männlichen Geschlechts 158,735
weiblichen - 147, 993
Ueberhaupt also. . . 306,728
Diese Todesfälle beziehen sich ebenfalls auf die oben angegebne Volkszahlvon Personen
männlichen Geschlechts . 5,244,308
weiblichen - 5,328,535
Ueberhaupt also. .. 10,572,843
Es kommen also auf 69 Lebende zwei Todesfälle, und zwar ein Todesfall«uf33 Personen männlichen Geschlechts, und ein Todesfall auf Z6 Personen weib-lichen Geschlechts. Oder genauer: es sind gestorben
von zehntausend Personen männlichen Geschlechts fast Zgg
- - - weiblichen - ' - 278
" - - im Durchschnitte aus der ganzen Volkszahl 290