es der Beherrscher von Preußen war, der ihm vorüberfuhr. Eben so auf Reisen. Der König fahrt mit derPost ohne alle Bedeckung und vielfach in einer offenenDroschke, wo er Niemanden bei sich hat, als seinen Ad-jutanten.
Am meisten muß ihm aber die Nation für die Ge-setzgebung dankbar scyn, die er hervorgerufen hat. — SeinGroßonkel hatte am Abend seines Lebens schon dieseIdee, als er, (es war im Jahr 1785) an den Präsiden-ten von Götz in Pre. ßcn schrieb: „Ich bin es müde,über Sclaven zu herrschen." Allein der Präsident, derselber Gutsbesitzer in Preußen geworden war, fand dieEntlassung der Bauern aus dem Gutsverbande so schwie-rig, daß der König die Sache wieder auf unbestimmteZeit verschob.
Was Friedrich damals wollte, das hat der Königseit der Zeit ausgeführt. Es war eine schwierige Auf-gabe, und nur eine junge Regierung konnte sich auf sieeinlassen, die noch manches Jahrzehend vor sich hatte,welches ihr einen hinlänglichen Raum für die Entwicke-lung einer so großen Gesetzgebung gestattete.
Die Erbfürstcn sind nur in sofern groß, in wiefernsie auf der Linie fortgehen, auf der ihr Haus gewachsenund groß geworden ist. — Hierzu gehört, nicht, daß siestets dasselbe thun, was die frühern Fürsten thaten, undin veränderter Zeit. — Ferdinand und Jsabcllnhaben allerdings damals Spanien durch die Institutio-nen mächtig gemacht, die sie gründeten. Allein da-durch, daß ihre Nachfolger in der Krone immer buch?