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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
246
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Dcr Kaiser Alexander war sowohl bei der Hin-als bei dcr Herreise über Königsberg gegangen, und hattedort mehrere Tage verweilt. Er hatte den König unddie Königin eingeladen, ihn vor ihrer Abreise nach Ber-lin in Petersburg zu besuchen. Sie nahmen diese Einla-dung an und reisten Ende Deccmbcrs dahin ab. DieseReise, sagte die Königin, habe sie um eine Freundinreicher gemacht. ES war die Kaiserin Elisabeth, die sieungemein lieb gewonnen hatte.

Nach einer Anwesenheit von sechs Wochen, kehrtender König und die Königin zurück. Allein ihre Gesund-heit schien in dem nördlichen Klima gelitten zu haben,denn den nächsten Sommer, wo sie wieder auf dem Land-gute lebte, war sie sehr leidend und bekam zuletzt einkaltes Fieber, welches ihre Kräfte sehr mitnahm.

Hierzu kam das unglückliche und schnelle Ende desKampfes von Oesterreich, wo mit der Schlacht von Wa-gram und dem Prcsburger Frieden Alles auf einmal geen-det war. Dieser Ausgang des Krieges griff die Königinsehr an, da sie so große Hoffnungen auf ihn gesetzt hatte.Sie glaubte nun, daß von dcr Gegenwart wenig mehrzu hoffen sey. Dieser Glaube hatte sich damals vieleredlen Gcmüther bemächtigt, die zugleich eine bessere Zu-kunft von dem kommenden Geschlechts, und besondersvon dessen Erziehung abhängig glaubten. In dieser Zcttschrieb sie einmal: „ja ich fühle es täglich mehr:mein Reich ist nicht von dieser Welt."

Pestalozzi hatte damals in Iverdün eine neue Erzie-hungsanstalt angelegt, welche von den bisherigen darinabwich, daß die Geisteskräfte dcr Zöglinge durch eigeneAnstrengung entwickelt wurden, indem diese Alles aus sichselber entwickeln, und die Fragen nicht allein auswerfen,