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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
154
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Was nun die Frage betrifft, ob die Grundsteuereine Gewerbesteuer sey, die der Fabrikant des Korns vor-schieße, der Consumcnt aber bezahle, so ist dieser Satzalt, und bildet die Grundlage des physiokratischcnSystems.

Es ist an sich klar, daß man hiebci nicht von ein-zelnen Jabrcn, noch von einzelnen Personen, noch voneinzelnen Gegenden reden dars, sondern immer vonDurchschnittszahlen. Jede Gewerbesteuer trifft in einzel-nen Fallen den Fabrikanten selbst; er kann sie nicht je-desmal ganz oder zum größten Theile vom Cvnsumcnteneinziehen. Es hangt davon ab, wer den Preismacht, ob der Käufer oder Verkäufer. — Alsvor drei Jahren die Seidenpreise so sehr in die Höhe gin-gen, stiegen die Seidcnfabrikantcn auch mit den Preisenihrer Fabrikate. Allein sie konnten, eben der Konkurrenzwegen, nicht in demselben Grade mit der Rohseidesteigen, und diese Preis-Erhöhung bezahlte der Con-sumcnt nicht allein, sondern ein Thcil davon bezahlteder Fabrikant. — Nimmt man aber Durchschnittsjahreund Durchschnittspreise, so wird man finden, daß derConsument den Preis der Rohseide bezahlen muß, wel-cher dieser auch seyn mag.

Eben so bei den Früchten. Der Durchschnittspreisder Früchte ist der Preis ihrer Erzeugung. Was dauernddie Erzeugung verthcucrt, das wirkt dauernd auf ihrenhöhcrn Preis, und diesen bezahlt der Consumcnt. Dennder Preis der Frucht wird eben durch die Concurrenz einMinimum, wofür man noch Frucht bauenkann, wenn man nämlich den Durchschnittspreis eineshalben Jahrhunderts nimmt. — Eine Erhöhung derGrundsteuer und eine Erhöhung des Gesindclohns, ver-theucrn auf dieselbe Weise die Fabrikation des Korns. —