Ich werde einen bischöflichen Sitz, eine Universität, undBildungsanstaltcn für eure Geistlichen und Lehrer untereuch errichten.
„Ich weiß, welche Opfer und Anstrengungen der fort-dauernde Kriegszustand euch gekostet hat. Die Verhaltnisseder Zeit »erstatteten nicht, sie noch mehr zu mildern alsschon geschehen ist.
„Aber ihr müßt es nicht vergessen, daß der größteThcil dieser Lasten noch aus der frühern Verbindung mitFrankreich hervorging, daß die Losrcißung von Frankreichzucht ohne die unvermeidlichen Beschwerden und Unfälledes Kriegs erfolgen konnte, und daß sie nothwendig war,wenn ihr euch und eure Kinder in Sprache, Sitten undGesinnungen, Deutsch erhalten wolltet.
„Ich werde durch eine regelmäßige Verwaltung desLandes, den Gcwcrbflciß eurer Städte und eurer Dörfererhalten und beleben. Die veränderten Verhältnisse wer-den einem Theile eurer Fabrikate den bisherigen Absatzentziehen, Ich werde, wenn der Friede vollkommen her-gestellt seyn wird, neue Quellen für ihn zu eröffnen be-müht seyn.
„Ich werde euch nicht durch öffentliche Abgaben be-drücken. Die Steuern sollen mit eurer Zuziehung regulirtund festgestellt werden, nach einem allgemeinen auch fürMeine übrigen Staaten zu entwerfenden Plane.
„Die Militärverfassung wird, wie in Meiner ganzenMonarchie, nur auf die Vertheidigung des Vaterlandesgerichtet seyn, und durch die Organisation einer ange-messenen Landwehr, werde Ich in Friedcnszeitcn dem Landedie Kosten der Unterhaltung eines größern stehenden Hee-res ersparen.
„Im Kriege muß zu den Waffen greifen, wer sie zutragen fähig ist. Ich darf euch hiezu nicht aufrufen. Ze-